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 Für tausend Mark geht's los
[Abbildung zur Leseprobe]Die Frage haben wir mehr als einmal gehört. „Was wollt Ihr denn mit tausend Mark?“ Die MIBA-Redaktion hatte sich in den Kopf gesetzt, als Schwerpunkt-Thema ausgerechnet den „Digitalstart für tausend Mark“ zu versuchen. Wer ins Modellbahn-Hobby einsteigen will, so unsere Überlegung, wird dies heutzutage wohl auf digitaler Basis tun. Und ein unbegrenztes Budget trifft man schließlich auch eher selten an.

Zu Beginn der „Saison“ war die MIBA schon immer bemüht, dem Anlagenbauer Anregungen zu geben, wie er nach der Sommerpause wieder voll einsteigen kann. Aber diese Bemühungen richteten sich zumeist an mehr oder weniger erfahrene Modellbahner und Modellbauer. Diesmal sollte alles anders sein. Der Einsteiger darf sich angesprochen fühlen.

Wer mit unserem Steckenpferd anfängt, sollte möglichst über unbeschränkte Mittel verfügen und jede Menge Vorkenntnisse mitbringen. Wer eine Modellbahn-Anlage aufbauen möchte, sollte schon vorher ganz genau wissen, welche Art von Betrieb er letztlich bevorzugt und, und, und ...

Tatsächlich ist der Anfänger in unserem Hobby in der Regel schlicht überfordert, wenn er gleich auf Anhieb alles richtig machen will. Denn anlässlich der allerersten Entscheidung für eine bestimmte Baugröße kommt u.U. noch die Frage nach Gleich- oder Wechselstrom hinterher. Er muss sich fragen (lassen), ob er ein beschauliches, altmodisches Nebenbahnthema wählt oder ob er lieber die moderne Bahn in Gestalt des ICE an sich vorüberziehen sehen möchte. Die Frage nach der für ihn „richtigen“ Epoche bringt ihn dann sicher völlig aus dem Konzept. Aber müssen diese Fragen wirklich alle schon am Anfang beantwortet werden?

Wie haben es denn die so genannten „erfahrenen“ Modellbahner gemacht? Sie haben einfach irgendwie angefangen, vielleicht sogar mit rollendem Material, das gar nicht zueinander passte, mit dem „falschen“ Stromsystem, oder mit einer - wie sich später herausstellte - völlig verkehrten Anlagenkonzeption. Dann bauten sie eine Anlage nach der anderen, sammelten im Laufe der Zeit immer mehr Erfahrungen, und eines Tages wussten sie auch, was sie wollten - betrieblich, epochenmäßig und was dergleichen „Stolpersteine“ mehr sind.

Unser Schwerpunktthema „Digitalstart für tausend Mark“ soll im Grunde eine Einladung sein, einfach mal anzufangen mit der Modellbahnerei. Die Vorgabe „digital“ verhindert, dass die anfängliche Begeisterung sich schon bei der Aufteilung in elektrisch abschaltbare Abschnitte verflüchtigt.

Und die Beschränkung auf tausend Mark? Sie werden sehen, dass es mehrere Wege gibt, mit diesem Betrag zu einem (vorläufigen) Ziel zu kommen. Ausbaufähig ist schließlich jede Modellbahn...
Joachim Wegener


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