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 Zum Tod von Rolf Ertmer
[Abbildung zur Leseprobe]Und wieder gilt es Abschied zu nehmen von einem Großen, dessen Wirken uns und unser Hobby nachhaltig geprägt hat. Am 15. Juli dieses Jahres ist Rolf Ertmer gestorben.

Geboren am 20. Januar 1925 in Paderborn, hat sich Rolf Ertmer - aufgewachsen direkt neben der Bahnstrecke von Paderborn nach Altenbeken - schon in den Dreißiger- und Vierzigerjahren mit der H0-Modelleisenbahn beschäftigt. Seine erste Trix-Express-Anlage verbrannte 1945; kurz zuvor war Rolf Ertmer zum Militär eingezogen worden. Schon in den Jahren des Wiederaufbaus entstand, als nach der Währungsreform wieder elektrische Eisenbahnen zu kaufen waren, eine neue Trix-Express-Anlage; zu dieser Zeit lernte Rolf Ertmer auch seine spätere Frau Ursula kennen, die seinem Steckenpferd schon damals mit einem Verständnis begegnete, von dem er immer wieder stolz und gern erzählte - auch in der MIBA, die in Heft 6/1955 zum ersten Mal über sein modellbahnerisches Wirken berichtete und es fortan publizistisch begleiten sollte. Langjährigen Lesern sind er und die Hobbyfreunde Manfred und Karlheinz als „die drei MaKaRos" ebenso ein Begriff wie die im Stil der Fünfzigerjahre alsbald Repa-Bahn genannte erste Zweischienen/Zweileiter-Anlage mit Selbstbau-Gleisen und -Weichen von Nemec. Prägten schon die in der MIBA gezeigten Bilder dieser Anlage mit ihrem vorbildnah geschwungenen Gleisverlauf, den zahlreichen Umbau- und Selbstbau-Fahrzeugen und unzähligen, nicht selten von Ursula Ertmer liebevoll durchgestalteten Motiven viele Leser, so wirkte die nachfolgende Repa-Bahn II wie eine modellbahnerische Offenbarung. Rolf Ertmer hatte den Bahnhof Altenbeken und seine Betriebsabläufe in eine beispiellos atmosphärische H0-Anlage umgesetzt, die der gelernte Fotograf auch kongenial in Szene zu setzen verstand. „Mensch, sieht ja fast aus wie bei Rolf Ertmer!" - das war die größte Anerkennung, die einer Modellbahn in dieser Zeit zuteil werden konnte. Kaum minder bekannt und stilbildend wurde die 0-Anlage, die Rolf Ertmer nach seinem Umzug nach Altenbeken in einem Kellerraum schuf, um bald darauf im Garten seiner neuen Liebe - einer live-steam-Bahn von 5 Zoll - mit derselben Energie und Innovationsfreude nachzugehen, die sein gesamtes Wirken kennzeichnete. Repa-Weichenantriebe oder -Entkuppler zeugen davon ebenso wie das berühmte Führerstands-Fahrpult, mit dem der leidenschaftliche Eisenbahnfreund nicht nur für sich einen Traum verwirklichte. Unseren Dank für das unvergessliche Lebenswerk von Rolf Ertmer schulden wir in mitfühlendem Gedenken auch seiner Frau Ursula.
Michael Meinhold



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