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Wo ist bloß das Jahr geblieben? Es war doch kürzlich erst Silvester! Und die Spielwarenmesse,
die ist doch noch gar nicht so lange her.
OK,
wir erinnern uns an ein paar heiße Tage im Juni und Juli und einen recht warmen Oktober - fiel auch Ihr Urlaub in die nasse Zeit dazwischen? - und schon nervt wieder die Weihnachtsdeko im Supermarkt mit Schokoladenhohlkörpern.
Die Zeit soll ja angeblich konstant fließen.
Falls ja,
hat aber zumindest dieses Jahr eine Ausnahme gemacht: Geradezu zerronnen sind die zwölf Monate zwischen unseren Fingern,
jedenfalls zwischen meinen.Dieses subjektive Empfinden resultiert sicher auch aus der Tätigkeit als Redakteur.
Ständig ist der Blick auf die kommende Ausgabe gerichtet: Im Herbst plant und realisiert man die Winterausgaben,
im Winter muss man sich mit aller Kraft die erwachende Natur des Frühlings vorstellen,
im Frühling usw.
...
Urplötzlich ist schon wieder der Jahrgang komplett und man macht sich auf die Suche nach einem (noch) freien Eckchen im Regal für den Sammelschuber mit der Aufschrift „MIBA 2007“. Nicht alle freilich spüren diesen „Sauseschritt der Zeit“,
wie Wilhelm Busch es in seinem Zweizeiler formulierte und schon gar nicht alle sausen mit.
Wer in der Folge von Globalisierung und Rationalisierung freigesetzt wurde,
wird gnadenlos zurückgelassen auf dem Abstellgleis des Wirtschaftslebens.
Den Betroffenen kommt so ein Jahr vermutlich elend lang vor und dass am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist,
ist in der Praxis nicht halb so lustig,
wie es klingt.
Vor allem der Konsum zum Jahresende wird da bei vielen eher bescheiden ausfallen müssen. Besserung versprechen zumindest die aktuellen Wirtschaftsdaten.
Leicht sinkende Arbeitslosenzahlen,
leicht steigende Steuereinnahmen (leicht! angesichts einer Gesamtverschuldung von etwa 1,5 Billionen Euro) und ein deutlich höheres Angebot an freien Stellen könnten eine Trendwende bei der Entwicklung dieser Volkswirtschaft markieren.
Selbst die anstehende Mehrwertsteuererhöhung soll einen weniger dämpfenden Effekt haben als bisher befürchtet. Über kurz oder lang wird unsere Branche an dieser Entwicklung teilhaben.
Hoffen wir,
dass „über kurz“ der Abbau weiterer Arbeitsplätze (bei Redaktionsschluss lag bezüglich Ernst Paul Lehmann noch keine Lösung auf dem Tisch) gestoppt wird.
Und hoffen wir ebenso,
dass „über lang“ viele neue Modelle eine ausreichende Zahl von Käufern finden.
Wenn in diesem Sinne der anstehende Neuheiten-Jahrgang 2007 für Kurzweil bei immer mehr Modellbahnern sorgt,
soll der Sauseschritt der Zeit mir recht sein,
meint Ihr Martin Knaden
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