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 Wer schmeißt denn da mit Lehm?
[Abbildung zur Leseprobe]Wer schmeißt denn da mit Lehm?
Der sollte sich was schäm'!
Der sollte doch was anderes nehm'
Als ausgerechnet Lehm

„-ann“ möchte man da den Refrain von Claire Waldoffs berühmtem 20er-Jahre-Lied ergänzen - angesichts der Schlammschlacht, die derzeit um den Nürnberger Gartenbahnhersteller tobt. Mit Datum vom 14. Februar geisterte nämlich ein Text von Tony Castellano, seines Zeichens „President of LGB of America“, durchs Internet. Nach einer Besorgnis suggerierenden Einleitung war zu lesen: „Die LGB wird fortbestehen - mit oder ohne E.P. Lehmann. Hintergrund ist: LGB of America besitzt die Markenrechte und Vermarktungsrechte an LGB weltweit außer Deutschland.“

Eine unverhohlene Drohung, die so gar nicht in das Bild der heilen Familie aller Gartenbahnfreunde passt. Nur zwei Tage später kam prompt die Pressemitteilung der E.P. Lehmann GmbH & Co. KG: „Entgegen der Darstellung von LGB of America sind die US-Markenrechte und US-copyrights mit dem Verkauf der LGB of America an G45 am 1.9.2006 automatisch an E.P. Lehmann Patentwerk OHG zurückgefallen. E.P. Lehmann GmbH & Co. KG als Rechtsnachfolger ist somit Eigentümer aller Markenrechte weltweit.“

Hier stehen sich also unterschiedliche Rechtsauffassungen gegenüber, deren Klärung derzeit noch aussteht. Die Verhandlungen über die zukünftige Zusammenarbeit zwischen EPL und LGBoA waren jedenfalls Mitte Februar noch in vollem Gange. Umso mehr verwundert es, in welchem Maß sich Außenstehende dazu äußern: Offensichtlich gibt es nämlich „interessierte Kreise“, die gezielt Falschmeldungen in die Welt setzen. Wobei diese Kreise an allem Möglichen interessiert sind, nur nicht an der Wahrheit. So mancher Forumsteilnehmer, der sich den angeblichen Termin einer Lehmann-Pressekonferenz aus den Fingern saugt, ist da nur ein harmloses Beispiel.

Die Lage des neuen Unternehmens ist sicherlich nicht einfach. Die Fertigung muss Stück für Stück wiederaufgenommen werden, wobei allein die Abhängigkeit von Zulieferern so einen Neustart in die Länge ziehen kann. Warten wir also die weitere Entwicklung ab und hüten uns vor vorschnellen Urteilen. Erst nach offizieller Beendigung des laufenden Insolvenzverfahrens kann die Situation zutreffend beurteilt werden. Wer also meint, weiterhin mit Lehm auf Lehmann werfen zu müssen, sollte bedenken: Ob sein Wurf trifft oder nicht, zuallererst macht er sich selbst die Finger dreckig - meint
Ihr Martin Knaden


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