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Es gibt sie noch,
die guten Nachrichten,
auch wenn sie der goldenen journalistischen Regel „only bad news are good news“ krass zuwiderlaufen.
In den letzten Wochen könnten die guten Nachrichten glatt in unsere beliebte Rubrik „Vorbild + Modell“ passen: Die „große“ Bahn vermeldet einen Gewinn von 2,5 Milliarden für das Geschäftsjahr 2006 und die kleine Bahn ist vertreten mit „Roco lief 2006 über Plan“.Pflichtschuldigst seien diese positiven Meldungen hiermit also verbreitet,
wobei allerdings bezüglich der großen Bahn die eine oder andere klitzekleine Relativierung vonnöten scheint: Die größten Posten des Gewinns entfallen auf den Nahverkehr mit 690 Millionen und auf die Spedition Schenker (gut 300 Mio.).
Während Letztere jedoch ihre Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen verkehren lässt,
dreht sich beim Nahverkehr bekanntlich kein Rad auf der Schiene,
wenn es nicht von Städten und Gemeinden als „Besteller“ dieser Leistung bezahlt wird. Der Steuerzahler finanziert also als „cash cow“ den größten Teil der DB-Gewinne,
von den milliardenschweren Fördermitteln zur Verbesserung der Schieneninfrastruktur ganz zu schweigen.
Da passt es bestens zum Bild,
wenn der Bundesrechnungshof in seinem Bericht von Februar 2007 bemängelt,
dass die DB ihr Schienennetz verrotten lässt.
Einem prompt verbreiteten Dementi folgte wenig später die einem Eingeständnis gleichkommende Zusage,
das Netz in den kommenden Jahren zu sanieren (ob das wohl den Langsamfahrstellen auf dem Lande zugute kommt?). Ehrlicher dürfte da die Presseinformation der Modelleisenbahn GmbH,
im Volksmund „Roco“ genannt,
sein.
Der Umsatz lag bei 30,8 Millionen und damit etwa eine Million über der Planung.
Für das laufende Jahr strebt Geschäftsführer Leopold Heher eine Steigerung von 7 % auf 33 Millionen Euro an.
Eine Planung,
die durchaus realistisch erscheint,
denn der in der letzter Zeit ein wenig zurückhaltende Fachhandel führt nun wieder verstärkt die Marke Roco. Wenig realistisch waren hingegen die Planungen bei E.P.
Lehmann.
Nur drei Monate nach der Mitteilung,
dass Hermann Schöntag den Betrieb übernehmen (wohlweislich hatte man das Wort „kaufen“ vermieden) und die Arbeitsplätze erhalten will,
musste man kleinlaut das Scheitern des Finanzierungskonzepts zugeben.
LGB sucht damit erneut nach einem Investor,
womit die an dieser Stelle in der MIBA-Ausgabe 2/2007 angedeutete Skepsis leider eine Bestätigung fand.
Manchmal nervt es einfach,
recht zu behalten - meint Ihr Martin Knaden
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