Vor mittlerweile auch schon 30 Jahren erschien das legendäre Album „Trans Europa Express“ der Düsseldorfer Elektronikband „Kraftwerk“,
dessen namensgebender Titelsong auch heute noch erstaunlich frisch und futuristisch klingt.
Doch was 1977 als Synonym für ein hochmodernes Verkehrssystem galt,
kam schließlich auch in die Jahre - zum Sommerfahrplan 1987 wurde nur zehn Jahre später mit dem „Rheingold“ der letzte Trans-Europ-Express bei der DB eingestellt.Damit brachte es diese Zuggattung auf eine Einsatzzeit von 30 Jahren; das Jubiläum „50 Jahre TEE“ war ja bereits Schwerpunkt-Thema in MIBA 5/2007.
Ob indes hinter all diesen runden Zahlen ein System steckt,
möchten wir hier freilich nicht weiter erörtern und überlassen die Diskussion dazu lieber Zahlenmystikern,
Kabbalisten und Verschwörungstheoretikern ... Aus modellbahnerischer Sicht attraktive Vorbilder sind die von den europäischen Bahnverwaltungen eingesetzten Triebzüge allemal.
Neben dem von SBB und NS gemeinsam beschafften RAm-TEE lieferte Roco jetzt auch den italienischen ALn „Mediolanum“ aus,
der als zweiteiliger Dieseltriebzug zwischen Mailand und München verkehrte.
Mit dem in der DB-Version derzeit allerdings nicht mehr lieferbaren VT 11.5 hat der österreichische Hersteller damit immerhin schon drei beeindruckende Modelle dieser Fahrzeuge auf die Schienen gestellt. Ein wirklich vorbildgerechter Einsatz auf einer auch nach einem ganz bestimmten Vorbildbahnhof gestalteten Anlage dürfte jedoch eher die Ausnahme bleiben.
Der in der Regel zur Verfügung stehende Raum setzt zweigleisigen Hauptstrecken meist von vorneherein enge Grenzen; mehr als ein relativ kurzes Stück Paradestrecke ist in der Baugröße H0 ohnehin nur selten machbar. Doch das sollte niemanden davon abhalten,
seine Fantasie spielen zu lassen - eine passende Ausrede findet sich eigentlich immer.
So war beispielsweise der VT 11.5 seinerzeit bei einer Sonderfahrt auf den Strecken der „Bahnen der Stadt Monheim“ unterwegs und stand hier auf den straßenbahnmäßig eingepflasterten Kleinbahngleisen mitten im Ort.
Von daher wäre es durchaus denkbar,
wenn der RAm auch einmal in dem kleinen Hafenbahnhof meiner Anlage „Hettörp“ zu sehen wäre.
„Wir fahrn,
fahrn,
fahrn auf der Autobahn ...“ - um noch einmal auf „Kraftwerk“ zurückzukommen - ist da für Modellbahner wirklich keine ernstzunehmende Alternative ... lk
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