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 Windige Branche?
[Abbildung zur Leseprobe]Ein bisschen Bewegung tut ja mal ganz gut. Das gilt für jeden von uns und übrigens auch für Luft. Je nach Tempo sagt man dann Brise, Wind oder Sturm. Aber nicht nur die Geschwindigkeit ist maßgeblich für einen positiven oder negativen Eindruck, auch die Richtung spielt eine entscheidende Rolle.

Bläst einem der Wind ins Gesicht, deutet das eher auf Hemmnisse hin. Spürt man Rückenwind, ist so eine Unterstützung höchst willkommen. Für Überflieger ist dann noch der Aufwind interessant: Er trägt - entsprechende Segeleigenschaften vorausgesetzt - auch in die Höhe.

So gesehen ist die Modellbahnbranche durchaus windig, was hier aber keinesfalls abwertend gemeint ist. Einer aktuellen Presseinformation von Branchenführer Märklin zufolge blickt man in Göppingen mit Zuversicht in die Zukunft. Der Umsatz in 2007 konnte leicht auf 126 Mio. Euro gesteigert werden. Einen Rekord verzeichnet man sogar im direkten Vergleich zum Vorjahr: Der Auftragsbestand zu Jahresbeginn liegt fast 60 Prozent über dem Vorjahresniveau, der Umsatz im Januar 2008 wird mit + 56 % angegeben - beeindruckende Zahlen, deren Glanz zwar nur in Relation zum Vorjahr so hell strahlt, aber auf jeden Fall positiv wirkt.

Auch Roco konnte den 2007er-Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zweistellig steigern und lag damit sogar noch rund 1,6 Mio. Euro über der eigenen Jahresprognose. Von weiteren Herstellern waren keine offiziellen Zahlen zu erfahren, doch hinter den Kulissen konnte man durchaus noch mehr Erfreuliches hören: „Unsere Baureihe XY wird stark nachgefragt“, „Wir kommen mit der Produktion kaum nach“ oder ein schlichtes „Wir sind zufrieden“ scheinen sich ab diesem Jahr zu einem erfreulichen Gesamtbild zu verdichten. Wer die IVW-Zahlen der Fachpresse verfolgt, wird übrigens feststellen, dass auch die MIBA hier durchaus im Trend liegt, wofür wir uns bei unseren Lesern an diese Stelle einmal herzlich bedanken möchten.

Möge also der Wind in der Modellbahnbranche nicht nur ein frischer sein, sondern auch nach oben wehen - die Talsohle der Umsatzeinbrüche scheint jedenfalls durchschritten zu sein, meint
Ihr Martin Knaden


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