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Fleischmann mit neuem Eigentümer |
Wir konnten es gerade noch - nur Stunden bevor die Druckwalzen rotierten - in unserer Messeausgabe berücksichtigen: Eine Sensation nach der Spielwarenmesse war der Verkauf der Firma Fleischmann!Der Verkauf erfolgte an die Modelleisenbahn Holding GmbH mit Sitz in Freilassing und Bergheim bei Salzburg.
Die Holding,
die auch schon die aus der Roco-Insolvenz hervorgegangene Modelleisenbahn GmbH übernommen hatte,
gehört zur Haslberger Group.
Der oberbayerische Geschäftsmann Franz-Josef Haslberger ist mit seiner Firma Hasit Trockenmörtel vor allem in der Baubranche tätig. Weitere Nachrichten beunruhigten die Belegschaft: Die angestrebte Konzentration auf den Standort Heilsbronn - Fleischmann produziert in Nürnberg,
Heilsbronn und Dinkelsbühl - wird wohl mit einer Reduzierung der Belegschaft einhergehen.
Doch noch ist längst nicht entschieden,
wer bleiben kann,
wer gehen muss.
Die zukünftige Anzahl der Mitarbeiter wird sich in jedem Fall am Umsatz von 22,5 Mio.
Euro orientieren müssen,
denn es ist eine feste Größe in der Betriebswirtschaft,
dass für die Lebensfähigkeit eines Unternehmens rund 100.000 Euro Umsatz je Mitarbeiter notwendig sind.
Eine Reduzierung der Mitarbeiter und Standorte hätte also ohnehin kommen müssen. Wenige Tage nach Bekanntwerden des Verkaufs trat zudem Mitgeschäftsführer Dr.
Hans Peter Förster von seinem Posten zurück.
Doch auch diese Tatsache bietet wenig Sensationelles: Förster nutzte lediglich aus formalen Gründen eine 14-tägige Frist in seinem Vertrag; er steht Fleischmann auch weiterhin als Leiter der Technik zur Verfügung.
Wenige Tage später trat auch Wolfgang Topp aus dem gleichen Grund als Geschäftsführer zurück.
Auch er wird dem Unternehmen weiterhin als Berater zur Verfügung stehen. Bei Redaktionsschluss war der Verkauf allerdings noch in der Schwebe.
Der Antrag auf Zustimmung des Kartellamtes ist gestellt,
doch bevor es an eine Umstrukturierung gehen kann,
muss die vom Kartellamt angekündigte Prüfung (Entscheidung innerhalb von vier Monaten) abgewartet werden.
Jedwede Kontakte zwischen Fleischmann und Roco in dieser Zeit könnten sogar als wettbewerbswidrige Absprachen geahndet werden! Damit bleibt also nur zu hoffen,
dass die kommende Umstrukturierung bei Fleischmann nicht allzu viele Arbeitsplätze kosten wird.
Denn mit den Mitarbeitern in Deutschland - sei es Konstruktion,
Formenbau oder Qualitätskontrolle - steht und fällt die allseits geschätzte Fleischmann-Qualität,
meint Ihr Martin Knaden
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