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He's the man,
the man with the Midas touch“,
schmetterte Shirley Bassey 1964 im Titelsong des dritten James-Bond-Films.
Doch gemeint war nicht der Agent Ihrer Majestät mit der Lizenz zum Löten,
pardon,
Töten,
sondern ein perfider Juwelier,
der die Goldbestände im amerikanischen Fort Knox radioaktiv verseuchen wollte,
auf dass der eigene Schatz unermesslichen Wert bekäme.Die Unart dieses Menschen,
junge Damen mithilfe eines vollständigen Goldüberzugs vom Leben zum Tode zu befördern,
gab den Anlass für jene Textzeile.
Denn auch einem gewissen Midas,
seines Zeichens König des kleinasiatischen Phrygien,
sagte man die Fähigkeit nach,
alles in Gold zu verwandeln,
was er berührte.
Unnötig zu erwähnen,
dass ein solches Können nur auf krummen Touren erworben werden kann.
Midas hatte nämlich den Lehrer des Dionysos,
Silenos,
entführt und war erst bereit,
ihn freizulassen,
als Dionysos ihm die Macht zur Goldumwandlung verlieh. Diese vergleichsweise einfache Methode,
zu einem gewissen Wohlstand zu kommen,
mag uns Heutigen vielleicht als Segen erscheinen,
Midas jedoch hat sie sicherlich schon nach kürzester Zeit als Fluch empfunden.
Denn bei der Umsetzung seiner Fähigkeiten war er ein wenig zu konsequent: Alles,
aber auch alles wurde in seinen Fingern zu Gold,
sodass sich so manch leckere Brotzeit augenblicklich in unverdauliches Edelmetall verwandelte.
Den baldigen Hungertod vor Augen flehte er Dionysos an,
ihm den Fluch wieder abzunehmen.
Auf dessen gnädigen Rat hin badete er schließlich im Fluss Paktolos,
der daraufhin seine Fähigkeit übernahm und zum goldreichsten Gewässer der ganze Gegend wurde. Sage niemand,
dass so was nur damals passieren konnte.
Auch heute noch gibt es Menschen,
die alles,
was sie anfassen,
quasi in Gold verwandeln.
Ihr Wirken ist aber kein übersinnliches Phänomen,
sondern Resultat harter Arbeit an Computern und Werkzeugmaschinen.
Während eines kurzen,
magischen Momentes verwandelt sich nämlich eine Handvoll unscheinbaren Granulats unter Einwirkung von Hitze und Druck in einem kunstvoll gefertigten Hohlraum zu einem Kleinod von höchster Präzision und Vorbildtreue - eine Wurststulle zum Währungsäquivalent zu machen ist dagegen doch vergleichsweise banal,
oder? Es wurde also Zeit,
diese Menschen und ihren „Midas touch“ mit einer besonderen Auszeichnung zu würdigen.
Die Ergebnisse des VGB-Awards,
zu denen unsere Leser maßgeblich beitrugen,
finden Sie in diesem Heft.
Die jeweilige Laudatio hielten die Kollegen von Eisenbahn-Journal,
Modelleisenbahner,
Züge sowie der Verfasser dieser Zeilen; sie waren somit in gewisser Weise Goldbringer für die Goldfinger - meint Ihr Martin Knaden
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