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Kennen Sie noch die vier Geier aus dem Dschungelbuch? Buzzy,
Dizzy,
Ziggy und Flaps,
diese trüben Tassen.
Sie wissen vor lauter Langeweile nichts mit sich anzufangen und vertreiben sich die Zeit mit Barbershop-Musik: „That's What Friends Are For“ (zu Deutsch „Deine Freunde“).
Bis Mogli in ihr Leben tritt.
Das kleine Menschenkind wird vom gefährlichen Tiger Shir Khan verfolgt und übersteht eine der vielen brenzligen Situationen nur mithilfe der vier Geier.So hilfreich sind Geier nicht immer.
Das sprichwörtliche Verhalten dieser Großvögel ist eher darauf gerichtet,
aus der Notsituation anderer eigenen Nutzen zu ziehen.
Und schon kommen wir nahtlos von Mogli zu Märklin.
Was beim Göppinger Traditionshersteller im Anschluss an den Insolvenzantrag so alles bekannt wurde,
geht auf keine Kuhhaut: Die sogenannten Berater wussten zwar auch vielstimmig und kunstvoll „Deine Freunde“ zu intonieren,
im Ergebnis sind sie jedoch für einen großen Teil der Verluste bei Märklin verantwortlich.
In nur drei Jahren soll so das hübsche Sümmchen von 40 Millionen zusammengekommen sein.
Kein Wunder,
dass Insolvenzverwalter Michael Pluta die Notbremse zog und sämtliche Beraterverträge kündigte. Doch es könnte sein,
dass er dabei ein wenig über das Ziel hinausgeschossen ist.
Denn nicht jede von außen eingekaufte Leistung war gleichermaßen knowhow-frei.
Als Beispiel mag hier die zu Recht erfolgreiche Central Station 2 dienen: Deren Projektleiter steht als freier Mitarbeiter jetzt ebenso außen vor wie mancher externe Konstrukteur,
der nur noch hoffen kann,
dass derzeit auf Eis liegende Fahrzeugprojekte eines Tages wieder aus der Versenkung geholt werden - incl.
der Rechnung für die bisher erbrachten Vorleistungen. Dennoch - auf dem nicht-technischen Gebiet wurde einiges an Geld verbrannt.
Wobei Nutzen und Kosten in derart krassem Missverhältniss stehen,
dass nach einer Strafanzeige sogar die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Seit Aschermittwoch ist also noch lange nicht alles vorbei,
das juristische Tauziehen fängt jetzt erst an. Nur eine Woche später platzte noch eine Bombe,
diesmal nicht in Göppingen,
sondern in Nürnberg: Einer Pressemitteilung zufolge wird die Niederlassung Nürnberg,
in der Trix und LGB verwaltet werden,
geschlossen.
Nur Stunden später wurde zurückgerudert: Noch sei nichts entschieden,
es gäbe lediglich Vorüberlegungen.
Mag sein.
Was bleibt,
ist in jedem Fall die Besorgnis,
dass nach dem Geld nun auch das Wissen der (festen oder freien) Mitarbeiter verlorengehen könnte.
Das wäre dann kein Verkaufsargument für die Insolvenzmasse - meint Ihr Martin Knaden
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