Nur der Scheich ist wirklich reich.
Das ist gewiss kein Sponti-Spruch,
sondern pure Realität.
Wir haben sicherlich alle noch die Spritpreise im Gedächtnis,
die wie zufällig rechtzeitig zu Ostern wieder kräftig anzogen.
Wie gut,
dass zumindest ein Teil des Geldes wieder nach Europa zurückfließt.Mit etwa zwei Milliarden Euro stieg nämlich die staatlich kontrollierte Investmentgesellschaft Aabar des Emirats Abu Dhabi beim Autobauer Daimler ein und erwarb für diesen Betrag 9,1 % der Aktien.
Das Vertrauen in die „Marken-Ikone“ scheint also recht groß zu sein.
Und es soll - man höre und staune - dieses Geld in die Entwicklung von Fahrzeugen mit Elektroantrieb investiert werden. Einen anderen Hersteller von elektrisch betriebenen Fahrzeugen aus dem Württembergischen hätten die Scheichs allerdings auch für kleineres Geld haben können: Nur schlappe 100 Mio.
soll ein potentieller Investor als verfügbaren Betrag nachweisen,
wenn er denn als Gesprächspartner für den Märklin-Insolvenzverwalter Michael Pluta überhaupt infrage kommen will.
Ein Schnäppchen geradezu,
das so ein Scheich doch locker aus der Portokasse bezahlt. Und da ist es auch besser,
dass der reiche Scheich nicht so sehr auf die Rendite schauen muss.
Denn die Ertragslage des Modellbahn-Branchenführers steht derzeit noch völlig in den Sternen.
Um sie zu verbessern,
sind aber bereits einschneidende Maßnahmen in die Wege geleitet.
Nicht nur beim Personal gab es deutliche Einschnitte zu verzeichnen,
auch einige der angekündigten Neuheiten wurden mit Datum vom 6.3.2009 gestrichen. Den Panzern der 4MFOR-Serie - erst 2007 zur Spielwarenmesse von den Mädels mit den großen Tüten (siehe MIBA-Messe 2007,
S.
145) unübersehbar promotet - weint sicher kein Modellbahner eine Träne nach.
Aber dass die Trix-Ankündigungen der S 3/6 in allen Varianten und die E 19.0 ersatzlos wegfallen,
schmerzt schon sehr.
Auch der ICE 1 soll nicht produziert werden - für dieses vielteilige Fahrzeug wäre freilich eine enorme Investition notwendig geworden. Überhaupt fällt auf,
dass die Liste der stornierten Neuheiten bei Märklin relativ kurz ist und zumeist nur Startpackungen umfasst,
während die Kürzungen bei Trix und LGB durchaus erheblich sind.
Der Ansatz von Trix-Exklusiv-Modellen scheint also,
ehe er richtig umgesetzt werden konnte,
schon wieder vom Tisch - meint Ihr Martin Knaden
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