Dirk Endisch112 Seiten mit 88 Abbildungen,
6 Tabellen,
16 Gleisplänen und einer gesonderten Gleisplan-Beilage; Format 170 x 240 mm,
Festeinband; € 20,00; Verlag Dirk Endisch,
Stendal
Diese historisch exakt abgehandelte und erfreulich detaillierte Streckenbiografie beschreibt sowohl eine Haupt- als auch eine Nebenstrecke und zeigt deren Zusammenwachsen mit einem Streckenneubau zur Musterstrecke Halberstadt-Vienenburg der DB AG.
Zunächst erinnert der Autor an die älteste dieser Strecken: Der Abschnitt Halberstadt-Heudeber-Danstedt war ursprünglich Bestandteil jener Ost-West-Magistrale,
die als Direktverbindung von Halle (über Halberstadt und Vienenburg) nach Hannover im letzten Drittel des 19.
Jahrhunderts zu einer der wichtigsten Ost-West-Verbindungen Deutschlands avancierte.
Als zweite Strecke beschreibt Dirk Endisch die „Nebenbahn für den Grafen“ Heudeber-Danstedt-Wernigerode-Ilsenburg-Bad Harzburg.
Die deutsch-deutsche Grenze unterbrach beide Strecken.
Im Osten fasste man die verbliebenen Abschnitte Halberstadt-Heudeber-Danstedt der alten Hauptbahn und Heudeber-Danstedt-Wernigerode-Ilsenburg-Stapelburg der Nebenbahn betrieblich zu einer quasi neuen Strecke zusammen.
Die dritte Strecke entstand als Kind der deutschen Einheit erst 1996 und verband als völliger Neubau Stapelburg mit Vienenburg.
Erst mit ihr war die vom Autor thematisierte Strecke Halberstadt-Vienenburg komplett.
Anliegen und Vorzug des Buches liegen somit darin,
dem Leser die ungewöhnliche,
nicht gleich überschaubare Geschichte von drei recht unterschiedlichen Bahnstrecken und ihr Zusammenwachsen plausibel zu machen.
Zahlreiche Gleispläne aus der „Feder“ des Gleisplan-Rekonstrukteurs Dominik Stroner unterstützen dieses Ansinnen in prägnanter Weise.
Unter den zahlreichen Fotos,
die vor allem den Betriebsmaschinendienst dokumentieren,
befinden sich unwiederbringliche Motive.
Druck und Verarbeitung dieses Buchs aus der grünen Reihe des Endisch-Verlags lassen keine Wünsche offen.
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