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Es gibt die Dinge,
die müssen begründet werden.
Andere Dinge sollten begründet werden,
wieder anderen können gar nicht begründet werden - jedenfalls nicht rational.Eine Modellbahn zum Beispiel.
Sie vermittelt ihrem Erbauer ein erstaunliches Maß an Lebensfreude.
Das gute Gefühl,
etwas Eigenes selbst geschaffen zu haben,
ist hier geradezu vorprogrammiert.
Der Modellbahner will nicht nur konsumieren,
sondern kreieren,
und hat dafür alle Möglichkeiten zur Hand.
Speziell dieses Hobby bietet - beginnend mit dem Holzbau über Elektrik und Elektronik bis hin zu Metallbau und künstlerischem Gestalten - so vielen Interessensgebieten eine separate Nische,
dass eigentlich ein jeder Modellbahner sein müsste. Doch es liegt im Auge des Betrachters,
ob der Funke wirklich überspringt.
Sicher haben Sie auch schon mal in Ihrem Anlagenraum Besucher gehabt,
die mit einem gewissen Lächeln dieses und jenes Detail betrachteten.
Oft aber steht unausgesprochen die Frage im Raum,
was eigentlich den Besitzer motiviert hat,
sich über einen recht langen Zeitraum so viel Mühe zu geben.
Andere wiederum genießen einfach die kleine Welt,
die sich da vor ihren Augen ausbreitet,
und kämen gar nicht auf die Idee,
nach Gründen zu fragen. Eine Modellbahn macht einfach Spaß,
aber man sollte auch bereit sein,
diesen Spaß ohne die Frage nach dem sonstigen Nutzwert an sich heran zu lassen.
Der homo ludens,
der spielende Mensch,
bewahrt sich auch im reiferen Alter einen wohligen Rest von Kindlichkeit jenseits rationaler Begründungen - wenn das kein ausreichender Grund ist ... Wie auch immer.
Man mag ja vielleicht seine Modellbahn ohne Grund bauen,
ohne Hintergrund sollte sie keinesfalls angelegt sein.
Ein papierener Himmel ist das Mindeste,
doch dessen zweidimensionale „Tiefe“ kann durchaus noch ergänzt werden.
In seinem Artikel „Häuser für den Hintergrund“ beschreibt Gebhard Weiß ab Seite 64 gleich mehrere Methoden,
wie man einerseits den Übergang von der Anlagenfläche zum Hintergrund mit passend konstruierten Gebäuden ohne optische Brüche gestaltet und andererseits diese Gebäude auch noch für das Tarnen einer verdeckt laufenden Strecke nutzt.
Also eine optimale Verquickung von optisch Angenehmem mit technisch Nützlichem! Wenn das kein Grund ist - meint Ihr Martin Knaden
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