Ed Federmeyer
304 Seiten; zahlreiche Fotos; Format 21,3 x 30 cm; gebunden; Wolfgang Herdam Fotoverlag,
Gernrode; € 44,00Dem inzwischen fast vergriffenen Band 1 folgt nun ein Werk,
dass sich wegen der Fülle des Quellenmaterials und sehr zu seinem Vorteil auf die luxemburgischen Dampfloks konzentriert.
Das Regelspurnetz Luxemburgs teilten sich einst die Wilhelm-Luxemburg-Bahn (WL) und die Prinz-Heinrich-Eisenbahngesellschaft (PH).
Während Erstere vor allem die Hauptstrecken verwaltete,
engagierte sich die PH auch im Erzbergbau,
sodass bei ihr der Güterverkehr eine wichtige Rolle spielte.
Die WL ließ den Betrieb von (ausländischen) Pächtern führen,
anfangs von der französischen Ostbahn,
ab 1872 von den Reichseisenbahnen Elsass-Lothringen (EL),
nach 1918 von den französischen Eisenbahnen in Elsass-Lothringen (AL).
1940 wurde Luxemburg von Deutschland besetzt,
WL und PL gingen zwangsläufig in die Deutsche Reichsbahn über.
Die CFL als Staatsbahnen des Großherzogtums bestehen erst seit 1945.
Diese wechselvolle Geschichte spiegelte sich natürlich auf besonders interessante Weise im Lokomotivbestand wider.
Während der EL-Zeit kamen neben elsässischen auch preußische Loks zum Einsatz.
Die PH erwarb ihre Maschinen zunächst nur in Belgien; erst später kamen deutsche Konstruktionen hinzu.
In der Zwischenkriegszeit gelangten erneut Lokomotiven preußischen Ursprungs zur PH,
diesmal gebrauchte Maschinen von der belgischen Staatsbahn.
In der deutschen Besatzungszeit wurden die Baureihen 42 und 52 in Luxemburg heimisch.
Ihr Planeinsatz währte bis 1964.
Das überaus reich mit Fotos,
Fahrzeugskizzen und Tabellen ausgestattete,
vollauf gelungene Werk kann allen Dampflokfreunden nachdrücklich empfohlen werden,
nicht zuletzt,
da es viele,
bislang wenig bekannte Aspekte fundiert behandelt.
Der zwanzigseitige Anhang widmet sich den Schmalspurbahnen.
Das Bildmaterial wurde bisher noch nicht veröffentlicht.
Resümierend darf mit Fug und Recht gesagt werden: Elo vill pleséier mat d' Buch!
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