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 So ein Update ist was Feines
[Abbildung zur Leseprobe]Haben Sie schon mal gehört, dass ein Programmierer sagte: „Should run“? Was zu Deutsch so viel heißt wie: „Sollte funktionieren.“ Sicherlich hat das fast jeder schon mal gehört, zumindet dann, wenn er sich mit Computern befasst. Und folglich wähnte sich auch fast jeder schon mal in jener trügerischen Sicherheit, denn der Satz verbreitet ja durchaus eine gewisse Zuversicht in die Qualität der Programmierer­arbeit. Wenn da nicht eine winzig kleine Einschränkung wäre! „Sollte“! Dieses sprachliche Hintertürchen, dessen Größe - die Verniedlichungsform kann man getrost vergessen - in der Praxis eher einem Scheunentor, ja sogar dem geöffneten Werktor einer Kreuzfahrtschiff-Werft entspricht.

Ha! Should run! Ja natürlich sollte sie laufen, die blöde Software! Und irgendwie läuft sie ja auch, aber eben nicht so ganz bzw. nicht so ganz fehlerfrei! Grad eben habe ich am Redaktions-PC einen fetten Ordner mit vielen Bildern auf einen großen USB-Stick kopiert. Aber eben nicht so ganz, denn nach 83 Prozent und 6 verplemperten Minuten stellte dieses Fenster-Betriebssystem fest, dass der Speicherplatz auf dem Stick nicht reicht. Ja, herrje, das kann man doch auch zu Anfang prüfen - der Mac daheim jedenfalls macht das so.

Kleinere Fehler sind kein Problem, ist zu hören, die sind mit dem nächsten Update behoben. Ja, schon, aber zugunsten von anderen Fehlern, die dann wieder ein Update erfordern. Und so weiter, und so fort. OK, sehen wir es positiv: Software wird auf diesem Weg immer besser. Wenn auch nicht beim Programmierer, sondern beim Kunden. Wie Bananen, die reifen ja auch erst nach dem Kauf zu Hause ...

Bei einem gedruckten Heft - nehmen wir als Beispiel mal das gerade vor Ihnen liegende - geht so etwas leider nicht. Wenn erst die Druckwalzen rotieren, gibt es kein Zurück mehr. War ein Tippfehler drin, wird er unbarmherzig verbreitet. Das kommt glücklicherweise selten vor, lässt sich aber bei allen Bemühungen nicht völlig vermeiden. Daher wünscht man sich als Redakteur manchmal seufzend die Möglichkeit eines Updates, das solche Bugs aus der Welt schafft.

Nehmen wir - wiederum nur mal so als Beispiel - MIBA 2/2010. Auf Seite 88 hatten wir zu der neuaufgelegten und überarbeiteten E 94 von Arnold einen Preis von 26,- Euro gedruckt. Jedem - Redakteuren wie Lesern - ist klar, dass eine Lok zu einem so niedrigen Preis unmöglich angeboten werden kann. Und doch ist der Lapsus samt falscher Art.-Nr. (korrekt ist übrigens: HN 2031) durch alle Instanzen gerutscht.

Doch wie kriegt man den richtigen Preis von 129,- Euro unters Volk? Es geht nur so: Man druckt ihn in der nächsten Ausgabe. So gesehen ist diese März-Ausgabe in gewisser Weise auch das Update MIBA 2.1/2010 - meint
Ihr Martin Knaden


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