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Dieser Sommer war ein Sommer der Extreme: Zunächst bescherte uns ein Hochdruckgebiet wochenlange Wärme jenseits der 30 Grad.
In mehreren ICE herrschten Backofentemperaturen von 70 Grad,
weil die Klimaanlage ausfiel.
(Sehr schlau von den Konstrukteuren dieser Klimaanlagen,
dass sich das Ding bei Überforderung ganz abschaltet,
statt einfach nur runterzuregeln.
Aber so geht halt nix kaputt und der Hersteller spart sich vermeintlich jede Menge Reparaturkosten ...)Und dann folgte der nasseste August seit der Aufzeichnung von Wetterdaten.
Während „unser“ Hochdruckgebiet inzwischen in Russland den Wald ausdörrte,
sodass großflächige Brände entstanden,
ergossen sich hierzulande Sturzbäche,
die auch kleinere Flüsslein zu reißenden Strömen mutieren ließen. Doch bei den Bahnfans hat dieses kühle Wetter die Gemüter nicht abgekühlt,
jedenfalls nicht bei den schwäbischen Freunden des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Tausende von Demonstranten äußerten ihren Unmut über den Beginn der Abrissarbeiten am Seitenflügel; Dach- und Bagger-Besetzer versuchten,
die Bauarbeiten zu verhindern.
Über die tatsächlichen Notwendigkeiten des Umbaus kann man streiten; wenn aber Milliarden buchstäblich verbuddelt werden,
ist eine gewisse Skepsis zunächst mal angebracht.
Zumal die prognostizierten Kosten von „Stuttgart 21“ im Verlauf der bisherigen Planung kontinuierlich gestiegen sind.
Warum wird da eigentlich kein verbindlicher Kostenrahmen gefordert? Beim Transrapid hat dieser „Trick“ das Projekt doch auch zu Fall gebracht. Da lob ich mir die Verhältnisse auf der Modellbahn! Wenn da ein Bahnhof umgestaltet wird,
gibts keine Demo der einheimischen Preiserleins.
Und ein Modell-ICE fährt meistens ohnehin leer durch die Landschaft; eine Überhitzung durch zu viel Motorabwärme stört höchstens den Motor selbst.
Auch die Unbilden der Witterung fallen im Eisenbahnkeller komplett aus.
Rund ums Jahr ist da „Sommer“ oder „Winter“,
auf manchen Modellbahnen ist durchaus auch „Herbst“ mit herrlich buntem Laub - grad jetzt aktuell! In jedem Fall ist das Klima aber niederschlagsfrei und wohltemperiert. Und doch ist die beginnende Saison alles andere als geruhsam.
Da werden Schienen geputzt,
Grasflächen entstaubt und Kabel geprüft.
Und dann geht er los,
der hitzige Herbst: Mit ganz viel Bahnbetrieb,
auf dass so mancher trotz der Kühle des Kellers ins Schwitzen kommt.
Doch das ist grad der Spaß daran - meint Ihr Martin Knaden
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