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Altweibersommer - Glück hatte,
wer in diesem Jahr seinen Urlaub erst nach den Ferien machte.
Während des Altweibersommers entstanden nicht nur diese Zeilen,
sondern sein Ende markiert ganz klar den Saisonbeginn für die Modellbahner.
Die Zeit des Planens ist vorbei,
jetzt wird gewerkelt und gespielt - pardon: Betrieb ge-macht -,
was das Zeug hält.
Wir Modellbahnredakteure hingegen planen und werkeln in nichtendenwollenden Zyklen von früh bis spät,
von einem Monat zum nächsten,
vom Frühjahr bis zum Winter.
Dabei stehen die Jahreszeiten kopf: Was hier "Zur Sache" geschrieben steht,
hat sich der leicht bekleidete Verfasser bei spätsommerlichen 24 Grad aus dem Gehirnschmalz gepreßt,
und während Sie es - vielleicht am wärmenden Kaminfeuer - lesen,
zermartert sich die MIBA-Redaktion schon darüber den Kopf,
wie die erste Ausgabe des Jahrgangs 1998 am vorteilhaftesten mit Inhalt zu füllen sei.
Der Schwerpunkt übrigens: Winter auf der Modellbahn-Anlage.
Weihnachten naht,
Tempus fugit ...
Gut,
daß wir einen Plan haben zur Orientierung.
Was heißt einen - viele! Zum Beispiel einen Erscheinungsplan,
der besagt,
daß das Jahr zwölf Monate hat,
in denen jeweils eine MIBA erscheint.
Aber das allein wäre zu einfach: Die November-MIBA heißt November-MIBA,
weil sie im Oktober erscheint,
so wie das Oktoberfest im September stattfindet oder das letzte Sommerfest bei Regen.
Da kann man leicht ins Schleudern kommen.
Das verhindert ein übersichtlicher Produktionsplan: Er bestimmt,
daß für die im Oktober erscheinende November-Ausgabe im September der Redaktionsschluß ist.
(Anzeigenschluß übrigens auch,
aber dafür gibt's glücklicherweise einen extra Anzeigenplan ...) In der Praxis hat das zum Beispiel zur Folge,
daß der Bericht über eine ultrawichtige Lokneuheit,
die Ende September zu den Fachhändlern und gleichzeitig aufs MIBA-Testgleis rollt,
erst in der Dezember-MIBA steht,
also Ende November erscheint.
Es sei denn,
wir schmeißen - zum Verdruß unseres Lithobetriebes oder unseres Druckers,
denn die müssen dafür büßen - den Produktionsplan über den Haufen.
Immerhin ist es ja eine ultrawichtige Neuheit ...
Alles klar soweit? Klar weniger,
aber zum Glück ist selbst das Chaos planbar.
Hauptsache,
der MIBA-Express kommt stets fahrplangemäß bei Ihnen,
den Lesern,
an.
Eine Art Zugbildungsplan haben wir natürlich auch.
Der "Einteilungsplan" bzw.
"Heftstrukturplan" hält fest,
wo im Heft welche Artikel stehen und wie lang sie sind und wo zwischen all den Beiträgen noch Platz ist für Inserate,
Kleinanzeigen,
Terminankündigungen und Vereinsmeldungen.
Getreu dem Grundsatz "Pläne sind dazu da,
um umgeworfen zu werden",
ändert er sich ungefähr täglich.
Dann ist die MIBA-Redakion ein Verschiebebahnhof für Artikel und Photos,
die kurz vor dem Abgabetermin zu immer neuen MIBA-Ausgaben zusammengestellt werden.
Gerade planen wir übrigens wieder.
Der Themenplan fürs nächste Jahr will erstellt werden: MIBA-Schwerpunkt-Themen,
MIBA-Spezial-Themen,
Themen für Broschüren,
Videos und CDs.
Großes Grübeln und Rätselraten - welche Themen könnten die Modellbahner interessieren? Fünf Redakteure haben,
je nach persönlichen Neigungen und Vorlieben,
mindestens ein dutzend Meinungen dazu.
Die sammeln wir jetzt erst mal planmäßig,
denn eine planmäßige Themensammlung ist die beste Basis für eine planvolle Planung.
Was planen Sie für die Modellbahn-Saison? Thomas Hilge
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