www.miba.de
 
 

Einer von drei "Makaros"

 
  Vorheriger BeitragInhalt Ausgabe 02Nächster Beitrag  
 

* Inhaltsübersicht

* What's new?
Inhalte
* MIBA aktuell
* MIBA Spezial
* Neu im Handel
* Teststrecke
* MIBA Events
Shopping
* Verlagsprogramm
* MIBA-Partner
* MIBA Kleinanzeigen
* Hersteller A-Z
* Händler A-Z
Service
* VGB SmartCat
* NEM (Morop)
* Feedback
* Mailing-Liste
* MIBA Inline
* Downloads
* Media-Daten
  [Abbildung zur Leseprobe]Im Jahr 1950 sah ich die MIBA im Schaufenster eines mir bekannten Bastelgeschäftes und kaufte sie sofort. Bis heute bin ich ihr treu geblieben. Damals war es das absolute Novum, so eine Zeitschrift zu bekommen. Zwei Eisenbahnfreunde von mir - der eine baute wie ich auch an einer Trix-Express-Anlage, der andere schon an einer Anlage mit Selbstbaugleisen - wurden beide ebenfalls MIBA-Fans. Später nannten wir uns - im Stil der Zeit dem "AküFi", dem Abkürzungs-Fimmel, folgend - "Die drei Makaros", gebildet aus Manfred, Karl-Heinz und Rolf.

In der MIBA fanden wir Anregungen zum Basteln und Anlagenfotos zum Staunen. Aus den Anzeigen konnten wir sehen, was überhaupt angeboten wurde. Kam eine neue MIBA ins Haus, waren immer die folgenden Freizeitstunden ausgefüllt. Damals erschienen noch 16 Hefte im Jahr, allerdings längst nicht so umfangreich wie heute und noch im kleinen DIN-A5-Format. Es dauerte nicht lange, und die ersten Berichte von mir wurden in der MIBA veröffentlicht: Tips und Kniffe von meiner Trix-Express-Anlage. Mensch, war ich da stolz!

Mit der Zeit wurden die MIBA-Ausgaben immer umfangreicher. Ebenso die gezeigten Modellbahn-Anlagen. In dieser Zeit war auch bei mir eine größere Gleisselbstbau-Anlage im Entstehen. Angesteckt wurde ich von meinem Freund "Ka" aus der Makaro-Runde. Trix Express war nun passé.

Es wurde alles verkauft, was nicht auf der neuen Zweileiteranlage durch Umbau weitere Verwendung finden konnte. Die Freizeit vieler Jahre benötigte ich für den Aufbau dieser Anlage. In der MIBA war der Gleisselbstbau schon lange ausgebrochen, und somit fand ich für mich viel Nachahmenswertes.

Inzwischen war die MIBA 10 bis 12 Jahre alt, und es erschien nicht nur die Monatsausgabe, sondern auch weitere Broschüren. Unregelmäßig zwar, doch für uns Leser immer eine willkommene Abwechslung. Man konnte aus den vielen Anlagenfotos viel lernen, nachmachen oder verbessert umsetzen.

Meine neue Anlage war fertig geworden; ich nannte sie Repabahn I. Die vorherige Trixanlage wurde nun nachträglich als Nr. 0 bezeichnet. Das Kürzel entstand aus meinem Namen und dem Wohnort: Rolf Ertmer, Paderborn.

Es sollte bald die Repabahn II gebaut werden. Die Idee zur neuen Anlage kam von einem Architekten, der bei uns zu Besuch war. Er fragte, nachdem er die Repa-I-Anlage gesehen hatte: "Warum haben Sie eigentlich ein so großes Schlafzimmer und nur ein kleines Eisenbahnzimmer?" Diese Frage hat mich anschließend sehr beschäftigt. Es dauerte nicht lange, und ich begann 1962 im nun ehemaligen Schlafzimmer, die Repa-II-Anlage zu bauen. 1972 war die Anlage mit der Nachbildung des bekannten Bahnhofs Altenbeken im wesentlichen fertig.

Während des Baus dieser Anlage führte ich ein Tagebuch und fertigte Schwarzweißfotos an. So kam mir eines Tages die Idee, dies alles in einem Bericht für die MIBA zu schreiben. Ab 1976 brachte die MIBA nämlich eine neue Broschürenreihe heraus mit dem Namen "MIBA-Report". Für diesen Report wollte ich gerne schreiben, tat es auch und damit fing das ganze Theater an.

Ich konnte gar nicht schreiben, jedenfalls meinte das Herr Weinstötter. Ich bin dann etliche Male nach Nürnberg zur Besprechung gefahren. Dort habe ich auch Herrn Meinhold kennengelernt. So saßen wir, Herr Weinstötter, Herr Meinhold und ich, zusammen und korrigierten meine Berichte. Ich hatte in WeWaW einen guten Lektor gefunden und konnte viel von ihm lernen. Anfangs hätte ich die ganze Schreiberei am liebsten hingeworfen, aber nach und nach fühlte ich, daß die beiden Herren recht hatten mit ihren Korrekturen. So entstanden die MIBA-Reports Nr. 3/4 und 5.

Später, als die MIBA auch in Farbe druckte, habe ich im Jahr 1984 den Report 15 gemacht mit dem Titel "Damals in Altenbeken" mit neuen Farbfotos von der Repabahn II. Michael Meinhold machte noch die Zugbildungspläne von Altenbeken dazu.

Inzwischen ist viel passiert. 1977 sind wir von Paderborn nach Altenbeken umgezogen. Die zerlegbare Repabahn II habe ich über eine Anzeige in der MIBA komplett verkauft. Auch das Rollmaterial der Baugröße H0 ging mit weg. Im Neubau in Altenbeken hatte ich einen großen Kellerraum zur Verfügung, diesmal für eine Modellbahn der Baugröße 0!

Den Spur-0-Bazillus holte ich mir bei einem Freund, der schon längere Zeit eine große Anlage in diesem Maßstab betrieb. Was lag da näher, als nun auch beim Neubeginn in 0 zu bauen. Während der zehnjährigen Bauzeit war wieder die Kamera zum Dokumentieren der einzelnen Baustufen dabei. Aus diesen Bildern entstand der MIBA-Report 20 "Von H0 zu 0".

Heute bin ich froh und etwas stolz, diese fünf Jahrzehnte MIBA- und Modellbahn-Geschichte mitgestaltet zu haben.
Rolf Ertmer


[Zum Seitenanfang]  
Impressum    Datenschutz
© 1997-2018 by MIBA Miniaturbahnen
webmaster@MIBA.de