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Die Frage steht im Raum.
"Wer schreibt denn eigentlich diesmal das Editorial?" Da ist - glücklicherweise - alles fertig,
alle Seiten sind an die Druckerei gegangen,
und dann das! Es ist doch jedesmal dasselbe.
Der Leser - oder die Leserin - erwartet einfach ein persönliches Wort am Anfang des Heftes,
das ist sein/ihr gutes Recht.
Dabei ist es völlig gleichgültig,
wer sich hier "berufen" fühlt: Herausgeber,
Chefredakteur,
ein "normales" Redaktionsmitglied,
oder auch ein Gast.
Nur was er sagt bzw.
schreibt,
das ist keineswegs gleichgültig.
Möglichkeiten gibt es viele.
Der Modellbahnredakteur kann z.B.
etwas übers Vorbild schreiben,
kann über den beklagenswerten Zustand der Bahn räsonieren.
Besser gesagt,
das konnte er,
solange die Bahn noch das ungeliebte Behördenungetüm war,
jetzt ist natürlich alles ganz anders.
Jetzt ist die Bahn ein privatwirtschaftlich strukturierter Konzern,
und man muß fast schon aufpassen,
daß man am Ende nicht eine Klage wegen Geschäftsschädigung "an den Hals" kriegt,
wenn man allzu unbekümmert den Sand im Getriebe anprangert.
Aber das betrifft die MIBA ja glücklicherweise weniger (als Zeitschrift für den Modelleisenbahner),
damit bieten sich für uns dann andere Themen an: Grundsätzliches ("Wohin driftet unser Hobby?") oder mehr am Heftinhalt orientiertes ("Lassen Sie uns mal gemeinsam sehen,
was wir diesmal alles für Sie herausgesucht haben ...").
Natürlich kann der Editorial-Schreiber auch irgendwelche persönlichen Erfahrungen oder Erinnerungen zum besten geben,
z.B.
in der Art: "Wie ich einmal eine Live-Steam-Veranstaltung besuchte".
Auch damit wollen wir Sie verschonen,
liebe Leserin und lieber Leser,
wir haben ja noch jede Menge anderer Möglichkeiten.
Z.B.
könnte man daran denken,
den Ablauf in der MIBA-Redaktion am Tage der Abgabe an die Druckerei zu schildern.
Das ist,
wenn unser Technischer Hersteller jovial in die Runde fragt: "Na,
habta alles fertich?" Zu diesem Zeitpunkt ist es nicht mehr ratsam,
irgendwelche Seiten noch nicht "fertich" zu haben.
Sie sehen schon,
das ist auch kein passendes Thema für Uneingeweihte,
eher schon könnte man es unter die Überschrift "Es nehme jeder sein Kreuz auf sich" stellen,
was aber - ehrlich gesagt - Außenstehende nichts,
aber auch gar nichts angeht.
Was dann? Nun sind wir vor lauter Nachdenken über ein passendes Editorial-Thema am Ende der üblichen Textmenge angelangt.
Jedenfalls: Viel Vergnügen mit Ihrer MIBA! Joachim Wegener
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