  
  

  
  
  
  
  

  
  
  
  
  

  
  
  
  
  
  
  
  
|
|
|
Alt aussehen mit Kosmetik |
Während im Praxis-Band "Farbe,
Pinsel,
Airbrush" die Werkzeuge und ihre Anwendung im Mittelpunkt standen,
kam wegen der Fülle der grundsätzlichen und theoretischen Informationen die Praxis etwas zu kurz.
Andererseits: Ohne diese Grundlagen ließen sich aber Farben kaum sachgemäß einsetzen und ohne angewandte Airbrushtechnik wären Alterungsmaßnahmen kaum von großem Erfolg gekrönt.
Erst wer aber sein Handwerkszeug beherrscht,
wird sich eingehend mit der vielschichtigen Praxis beschäftigen können.
Hier machen wir die Tür auf zur Modellbahnwerkstatt und sind mittendrin in den Anwendungen.Lackieren von Metallmodellen? Kein Problem,
erst die richtige Grundierung,
dann der Glattschliff und schließlich drauf mit der Farbe.
Maskieren - ein Faschingsthema in der MIBA? Keineswegs: Mit Abdeckfolien und -lacken erzielen Sie die tollsten Effekte.
Und dann das "Altern".
Kaum ein Bereich der Modellbahnpraxis ist gleichzeitig so vielfältig und umstritten wie die Frage der korrekten Betriebsspuren an Loks und Wagen.
Und wer der Meinung ist,
daß das Weathering,
wie es im Amerikanischen heißt,
nur im Überziehen der Modelle mit einem gewissen Grauschleier besteht,
liegt sicher falsch. Betriebs- und Verwitterungsspuren sind aber individuell und bestehen aus vielen Farbtönen.
Wie die Vorbildfotos und die Umsetzungen ins Modell auf den folgenden Seiten zeigen,
kann man diese Art von Realismus auch in seine kleine Anlagenwelt holen.
Die Techniken sind in der Regel überraschend einfach und mit etwas Übung und Gespür leicht nachzuvollziehen.
So ist es möglich,
ein fabrikneues Fahrzeug oder ein plastikglänzendes Haus in ein Modell mit individueller Ausstrahlung zu verwandeln.
Bei unseren kosmetischen Farbbehandlungen haben wir auch vor Straßenfahrzeugen nicht haltgemacht.
Schließlich gehören Sie genauso zur Anlagenausstattung wie die Triebfahrzeuge und Gebäude. Neben gut wirkenden Betriebsspuren steht bei vielen Modellbahnern auch die epochentypische Authentizität seiner Fahrzeuge ganz oben auf der Wunschliste.
Dazu gehören etwa richtige Anschriften an diesen Modellen.
Und wenn Sie erst einmal ein Modell "gesupert",
umlackiert oder umgebaut haben,
setzt das Anbringen der absolut korrekten Beschriftung den krönenden Schlußpunkt.
Tips dazu finden Sie im letzten Drittel der Broschüre. Den farbenfrohen Abschluß bildet aber ein umstrittenes Thema: Graffiti an Wagen und Wänden sind sicher nicht jedermanns Sache,
gehören aber mittlerweile zum Bahnalltag und dürfen daher auch Eingang auf unseren Modellbahnanlagen finden (und hier sogar ganz legal).
Außerdem sind sie ganz einfach ein reizvolles Thema,
bei dem man seiner Phantasie freien Lauf lassen kann und großen Spaß dabei haben wird.
Und das ist es ja schließlich,
was unser Hobby ausmacht: eine vergnügliche Freizeitbeschäftigung,
bei der jeder seine Vorgaben und Grenzen selber bestimmt.
Ich wünsche Ihnen bei der Lektüre anregende Unterhaltung und natürlich möglichst viele Erfolgserlebnisse bei der Umsetzung. Horst Meier
|