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Schmutzstreifen und Farbflicken |
Wer glaubt,
daß Personenwagen weniger geeignet für Betriebs- und Wetterspuren sind,
liegt falsch.
Personenwagen durchlaufen zwar Waschstraßen und regelmäßige Pflegeprogramme,
doch für das Anbringen farblicher Verbesserungen bleibt ein weites Feld - nachfolgend demonstriert am Beispiel von Umbauwagen:
Nachbesserungen an Umbauwagen
Die älteren unter den Personenwagen haben durch ihren längeren Einsatz eine Vielzahl zusätzlicher "Altersmerkmale".
Rostspuren sind in zunehmendem Maße zu entdecken,
die ursprüngliche Wagenfarbe ist ausgebleicht,
Farbflicken markieren Ausbesserungsstellen an Wagenwänden oder auf dem Dach.
Das Beispiel eines Dreiachs-Umbauwagens zeigt einige Möglichkeiten auf,
den harten Betriebsalltag der Epoche 3 auch auf der heimischen Anlage wiederzuspiegeln.
Der Wagen muß zerlegt werden,
was nicht weiter schwerfällt.
Zunächst hinterlegt man die Toilettenfenster mit weißer Farbe.
Ein Vorgang,
der bei ungenügender Deckkraft wiederholt wird.
Auch die Inneneinrichtung wird behandelt: der Fußboden erhält einen mittelgrauen Anstrich,
die Bänke einen rotbraunen.
Charakteristisches Merkmal dieses Wagens sind Ausbesserungsflicken.
Sie entstehen mit Hilfe der Maskiertechnik.
Zwei Verfahren führen zum Ziel.
In der Positivmethode legt man die Rechtecke in den Ausbesserungsfarben an.
Die übrige Fläche ist abzukleben.
Der Farbauftrag mit der leicht abgetönten Ursprungsfarbe kann mit der Airbrush oder mit dem Pinsel aufgebracht werden.
Als Ergebnis erhält man Ausbesserungsflächen in unterschiedlichen Größen und verschiedenen Farben.
Mitunter ist der Pinselauftrag zu erkennen.
Im Negativverfahren benötigen wir nur einige verschieden große rechteckige Stücke Maskierfolie,
die den Platz der angedeuteten Ausbesserungsstellen einnehmen.
Man läßt sie zweckmäßigerweise überall am Rand etwas überstehen.
So können sie später leichter wieder abgezogen werden.
Der ganze Wagen erhält nun eine lasierende Lackierung in Resedagrün (ModelMaster),
einem helleren Grünton.
Wichtig ist,
daß der Farbauftrag wirklich nur sehr spärlich ist.
Dadurch wird der gesamte Grünton des Wagens aufgehellt,
die Beschriftung bleibt erhalten,
wobei eine geringfügige Abschwächung in Kauf genommen wird.
Nach dem Antrocknen der Sprühfarbe zieht man die Folienstücke mit der Pinzette einfach ab.
Der Umbauwagen hat nun Ausbesserungsflächen in der Ursprungswagenfarbe und eine sonst ausgebleicht wirkende Fläche.
Das flächig gealterte Dach reinigt man an seinen unteren Rändern mit Reinigungsbenzin und einem Wattestäbchen.
Diese Prozedur darf ruhig unregelmäßige Ränder zurücklassen,
denn auch die Bürsten der Waschstraße hinterlassen solche Spuren.
Vor dem Zusammenbau und nach dem Mattlacküberzug vervollständigen ein paar helle Preiser-Figuren an den Fensterplätzen die Farbsuperung.
Der Wagen ist jetzt ein absolutes Unikat.
Diese Donnerbüchse weist mehrere Ausbesserungsstellen auf,
die sich beträchtlich von der abgeblaßten Ursprungsfarbe abheben.
Bei der Positivmethode bleiben beim Abkleben nur die einzufärbenden Flicken frei.
Bei der Negativmethode klebt man unterschiedlich große Rechtecke aus Maskierfolie auf.
Ein leichtes Überstehen über den jeweiligen Rand erleichtert das spätere Abziehen.
Nach einem lasierenden,
feinen Farbüberzug mit der Spritzpistole in hellerem Grün kann der Abdeckflicken (nach kurzem Antrocknen der Farbe) gleich wieder abgezogen werden.
Farblich nachbehandelter B3yg.
Der helle Farbauftrag imitiert eine ausgeblichene Grundfarbe,
die Ausbesserungen wurden in der ursprünglichen Originalfarbe vorgenommen.
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