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Gut Ding will Weile haben |
Gut Ding will Weile haben - aber kriegt es sie auch? Freilich kann mit unendlich viel Zeit theoretisch eine unendlich gute Anlage entstehen,
doch ist diese Überlegung für einen normalsterblichen,
einzelkämpfenden Modellbahner eher weniger hilfreich.
Auch kann nicht ein jeder Horden von Hilfsschergen herbei zitieren und durch sie seine Anlage schnell mal im Tausch gegen ein paar Happen Gyros hinstellen lassen,
wie es im Jubiläumsjahrgang 1998 der MIBA zu bewundern war.
Der zukünftige Anlagenbetreiber,
der keinem Club angehört und auch nur begrenzte Freizeit aufwenden kann,
ist also mehr oder weniger auf das Angebot der Industrie und den einen oder anderen Tipp angewiesen.Überhaupt: Planung.
Wenn der Weg zur Anlage schnell sein soll,
geht nichts über sorgfältige Planung.
Klingt paradox,
ist es aber nicht: Wenn Sie überhastet (und damit unüberlegt) den Bau einer Anlage beginnen,
wird es einschließlich aller Fehlschläge und deren Beseitigung um so länger dauern,
bis eine fertige Anlage in Betrieb gehen kann.
Für die Planung ist es wiederum erforderlich,
sich möglichst genau über das Thema klar zu werden: wollen Sie a) mehr Personenverkehr,
b) mehr Güterverkehr,
c) mehr Lokbehandlung,
d) mehr von alledem oder nicht vielleicht doch lieber weniger und dafür vorbildgetreueren Betrieb auf der Anlage? Schnell kann der Weg zur Anlage auch sein,
wenn der Zugang zu ihr nicht besonders umständlich ist,
obwohl die Platzverhältnisse keine dauerhafte Aufstellung gestatten.
Oswald Huber hat in unnachahmlicher Art einen Vorschlag gemacht,
wie Eisenbahn- und Frauen-Zimmer unter eine Decke gebracht werden können.
Zumindest den Teil mit der wegklappbaren Modellbahn im Schrank haben wir aufgegriffen und zeigen dazu passende Anlagenthemen. So sehen wir also,
dass ein schneller Weg zur Anlage keinesfalls ein weniger gutes Ergebnis zeigen muss,
als die Anlagen,
die über Jahrzehnte gedeihen.
Weder Enge bei den Platzverhältnisse noch bei den Finanzen kann auf Dauer als Entschuldigung für das Unterlassen des Anlagenbaus herhalten.
Denn - seien wir ehrlich - ganz ohne Anlage geht es nicht.
Wo wenn nicht dort sollen schließlich all die schönen Fahrzeugmodelle betrieben werden,
die wir zum Segen der Anbieter gekauft oder selbstgebaut haben? Aber damit sind wir eigentlich schon beim nächsten Spezial ...
Bis dann. Martin Knaden
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