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Wissen Sie noch,
letztes Jahr um diese Zeit? Ich habe in Spezial 73 geschildert,
wie meine damalige Anlage zu ihrem Raum kam.
Dieser Kellerraum war mit den Maßen 4,17 x 1,73 m im Vergleich zur vorher verfügbaren Fläche riesig,
aber geradezu winzig,
wenn man meine hochfliegenden Pläne bedenkt.Jede Menge berühmte Züge aus der Epoche III sollten ihren Auftritt bekommen: Der „Rheingold“ - natürlich! - mit möglichst vielen Wagen.
Ein VT 11.5 als TEE durfte auf keinen Fall fehlen.
Ebenso wenig der Henschel-Wegmann-Zug,
wobei es mir völlig wurscht war,
dass dieser Zug mangels 61er nurmehr ein Wegmann-Zug war.
Die „Rheinblitz“-Gruppe sollte quer durch den Keller brummen und das blaue F-Zug-Netz der frühen DB hätte ich am liebsten gleich komplett nachgestaltet. Ach ja,
das war erst der Reisezugverkehr! Ganzzüge aus Selbstentladewagen mit 44er davor,
wie sie damals noch täglich auf dem Weg zum Kraftwerk Springorum an der Schule vorbeifuhren,
mussten natürlich auch noch irgendwie im Schattenbahnhof untergebracht werden.
Nicht zu vergessen die langen Güterzüge,
deren bunte Mischung aus O- und G-Wagen nebst einigen Spezialbauarten für viel Abwechslung sorgen sollte.
Logo,
dass eine Oberleitung hermusste,
denn schließlich haben wir ja drei Traktionsarten bei der Bahn.
Wer verzichtet schon gern auf die herrlichen Altbauelloks,
von Triebwagen mit „Geweih“ auf dem Dach ganz zu schweigen.
Aber auch kleinere Fahrzeuge durften nicht fehlen: Donnerbüchsen und Schienenbusse brauchten eine artgerechte Haltung auf der Nebenbahn und mit dem einen oder anderen Güterwagen wollte ich ja auch noch zum Anschließer rangieren.
Es ist mir inzwischen entfallen,
warum dieses anspruchsvolle Projekt damals eigentlich nicht realisiert wurde.
Vielleicht lag es am seinerzeitigen Angebot der Modellbahn-Industrie,
die so manches Fahrzeug erst viele Jahre später anbot,
vielleicht auch an der mit meinen Plänen nicht recht kompatiblen Höhe des Taschengeldes.
Am ausgefuchsten Anlagenplan lag es aber auf keinen Fall! Der Plan nämlich sah einen Schattenbahnhof mit zehn Gleisen vor,
der über sinnreiche Verbindungskurven die Hauptstrecke in beliebiger Richtung speisen konnte.
Außerdem war auf beiden Gleisen der Hauptstrecke Kreisverkehr möglich,
damit man sich ganz entspannt auch mal aufs Betrachten beschränken konnte.
Die sichtbare Paradestrecke lag im Gefälle an der gegenüberliegenden Wand.
Gleich nach der Tunnelausfahrt fädelte sich über elegante Bogenweichen eine Nebenbahn aus,
die oberhalb des Schattenbahnhofs in einen kleinen Kopfbahnhof mündete.
Hier waren Personenbahnhof,
Güterabfertigung,
ein kleines Bw und die Anschließer vorgesehen - Herz,
was willst du mehr! Wenn ich mein Modellbahner-Leben noch einmal beginnen könnte: Ich würde sicherlich einen größeren Raum und größere Radien anstreben,
am klassischen Konzept der Anlage würde ich aber gar nichts ändern - meint Ihr Martin Knaden
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