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Nachdem der von Lima unter der Produktbezeichnung "Minitrain" hergestellte VT 08.5 in 1:160 keine so große Verbreitung fand, nahm sich Arnold des populären Triebzuges an. Allerdings galt es bei der Wiederauflage einige Dinge zu verbessern.
Die Triebwagen der Baureihe VT 08 erfreuen sich einer gewissen Popularität, stammen sie doch aus der in Modellbahnerkreisen beliebten Epoche 3. Wer den VT 08 nie live erleben konnte, hat immerhin noch die Möglichkeit, den im Museumsbestand befindlichen Eierkopf bei diversen Sonderfahrten bewundern zu können.
Bei der Wiederauflage des früher von Lima gefertigten Modells des VT 08 waren einige Prämissen zu erfüllen. Um die Entwicklungskosten und somit schlußendlich auch den Verkaufspreis möglichst gering zu halten, wurde auf eine Überarbeitung der Gehäuseformen verzichtet, soweit diese nicht für eine Neumotorisierung erforderlich waren. Ein neuer Antrieb war zwingend nötig, um den Forderungen der Modellbahner nach Betriebssicherheit und Laufkultur gerecht zu werden. Ebenso nahm man sich bei Arnold einer Überarbeitung der Lackierung und Beschriftung an.
Optik
Auffallend ist die deutlich bessere Bedruckung des Triebzugs. Die Farbgebung der Zierlinien und der Bedruckung wurde gegenüber dem Lima-Modell in dem korrekten beigen Farbton (RAL 1002) gehalten. Die Bedruckung des Gehäuses und der Schürze ist sauber ausgeführt. Dies gilt auch für die Zierstreifen in den Kopfbereichen des Motor- und Steuerwagens. Die Aufschriften lassen sich mit der Lupe lesen. Um auch den 192-mm-Radius befahren zu können, erhielten damals die Schürzen des Lima-Modells der Einfachheit halber entsprechende Ausschnitte. Diese wurden unverändert übernommen.
Antrieb
Der Antrieb des Triebzugs wurde komplett auf Basis der bewährten Antriebe des Eurosprinters und der BR 152 erneuert. Der Motor mit zwei Schwungmassen treibt das hintere Drehgestell des Motorwagens an. Zur Zugkrafterhöhung erhielten zwei Räder Haftreifen. Das nötige Reibungsgewicht erbringt ein riesiges Gewicht, mit entsprechenden Aussparungen für den Motor und den Getriebekörper des Drehgestells.
Die kabellose Stromversorgung wird über eine in der Bodenwanne liegende Platine organisiert. Die Platine dient gleichzeitig als Träger für die Drehgestelle. Als Stromabnahmebasis sowohl für den Steuerwagen wie auch für den Motorwagen werden alle Räder herangezogen.
Digitalfahrer finden ein Plätzchen für den Arnold-N-Decoder in der Bodenwanne unterhalb der Verteilerplatine. Es empfiehlt sich, den Decoder mit einem doppelseitigem Klebepad von unten an der Platine zu fixieren. Die beiden Dioden für die fahrtrichtungsabhängige Beleuchtung müssen entfernt werden.
Eindrücke
Der Dieseltriebzug hinterläßt nach dem Zusammenkuppeln und Aufgleisen einen optisch guten Eindruck. Dieser wird durch das geschmeidige Fahrverhalten verstärkt. Er läßt sich langsam anfahren und bis zu seiner Höchstgeschwindigkeit gleichmäßig beschleunigen. Die gute Stromabnahme garantiert auch in Weichenstraßen ein ungeschmälertes Fahrerlebnis.
Die Endgeschwindigkeit liegt bei 12 Volt eindeutig über der vorbildgerechten Höchstgeschwindigkeit. Dies haben die Konstrukteure bei Arnold bewußt so festgelegt, um den VT 08.5 geschwindigskeitsmäßig nicht zu sehr von früheren Modellen abzuheben. Wem der Triebzug zu schnell ist, kann ihn sich bei Arnold mit einem langsamer drehenden Motor bestücken lassen. Ein entsprechender Bericht auf Grund des MIBA-Tests der BR 10 von Arnold soll Licht ins Dunkel bringen ...
Das Zusammenkuppeln des Zuges ist etwas schwierig. Am besten, man legt die Fahrzeuge auf einem weichen Untergrund auf die Seite und klipst so die Deichseln mit den Faltenbälgen in die entsprechenden Ösen an den Drehgestellen. Das Hochnehmen und Aufgleisen des vierteiligen Dieseltriebzugs ist zwar kein schwerer Akt, aber dennoch ziemlich umständlich.
Die durchgeführten Verbesserungen und das gute Preis-Leistungsverhältnis sprechen für das gewählte Überarbeitungskonzept. gp
Maßtabelle VT 085 in N
| | Vorbild | 1:160 | Modell |
| Längenmaß ohne Faltenbalg |
| Motorwagen: | 26 025 | 162,7 | 165 |
| Mittelwagen: | 25 760 | 161 | 161 |
| Steuerwagen: | 25 155 | 157,2 | 165 |
| Gesamtlänge: | 103 720 | 648,3 | 674 |
| Höhenmaß über SO: | 3 900 | 24,4 | 25,5 |
| Breitenmaß: | 2 814 | 17,6 | 17,6 |
| Gesamtachsstände |
| Motorwagen: | 22 050 | 137,8 | 138 |
| Mittelwagen: | 21 500 | 134,4 | 134,5 |
| Steuerwagen:: | 21 500 | 134,4 | 134,5 |
| Raddurchmesser |
| Triebdrehgestell: | 930 | 5,8 | 5,9 |
| Drehgestell: | 900 | 5,6 | 5,9 |
| Radsatzmaße entsprechend NEM |
| Radsatzinnenmaß: | - | 14,3+0,1 | 14,3 |
| Spurkranzhöhe: | - | 1,2max | 1,2 |
| Radbreite: | - | 2,8min | 3,0 |
| Alle Maße in mm |
Meßwerte
| Gewicht Motorwagen: | 127 g |
| Gewicht Mittelwagen: | 45 g |
| Gewicht Steuerwagen: | 45 g |
| Angetriebene Achsen: | 2 |
| Haftreifen: | 2 |
| Geschwindigkeiten (Lokleerfahrt) |
| Vmax: | 335 km/h bei 12 V |
| VVorbild (1. Serie): | 120 km/h bei 5,1 V |
| Vmin: | ca. 18 km/h bei 2,0 V |
| Auslauf |
| aus Vmax: | 300 mm |
| aus VVorbild: | 54 mm |
| Schwungscheibe |
| Anzahl: | 2 |
| Durchmesser: | 9,0 mm |
| Stärke: | 5,0 mm |
| Einbaumöglichkeit für Decoder: | Im Motorwagen ist Platz für Selectrix: 66830, Arnold DCC: 81210, FMZ: 6842 |
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