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Shay in H0 von Bachmann |
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Das Modell der Shay wird von Bachmann in mehreren Varianten gefertigt. Die Lok ist mit einem hölzernen und einem stählernen Führerhaus erhältlich (Ersteres entspricht dabei der Ursprungsausführung); unterschiedliche Beschriftungen sowie eine lackierte, aber unbedruckte Variante vervollständigen die Auswahl. Die Detaillierung des Modells ist ganz hervorragend. Beachtlich ist vor allem der Aufwand, der bei der Zylindergruppe getrieben wurde. Kolben- und Pleuelstangen sowie die Doppelexzenter sind maßstäblich und voll beweglich nachgebildet. Die Stehkesselrückwand im Führerhaus ist mit allen Armaturen nachgebildet; fährt die Lok, glimmt hinter der halb offenen Feuerklappe ein rotes Licht.
Die matte Lackierung und die Bedruckung sind sehr sauber; nur das glänzend schwarz bedruckte und ausgestanzte Abdeckblech über den Zylindern entspricht nicht ganz dem Standard der übrigen Lok - einige Pinselstriche mit mattschwarzer Farbe schaffen hier aber schnell Abilfe.
Technik Der Antrieb der kleinen Lok erfolgt genau wie beim Vorbild über Kardanwellen und Kegelzahnräder auf alle sechs Achsen. Das Problem der Kraft-übertragung ist überaus pfiffig gelöst. Im Stehkesselbereich ist ein Bühler-Motor untergebracht; die Schnecke auf der Motorwelle treibt dabei über das Schneckenrad eine zweite Schnecke an. Von hier erfolgt der Kraftfluss über ein im Aschkasten und hinter dem mittleren Zylinderblock verstecktes Stirnradgetriebe auf die eigentliche Antriebswelle. Die beiden Schnecken ermöglichten es, das Getriebe mit der Untersetzung für eine vorbildgerechte Höchstgeschwindigkeit auf engstem Raum unterzubringen.Eine Schwungmasse ist nicht vorhanden; meines Erachtens ist sie hier auch nicht notwendig. Auf Grund des Getriebeaufbaus hätte sie ohnehin aller Wahrscheinlichkeit nach keine Wirkung; ein messbarer Auslauf konnte daher auch nicht festgestellt werden. Die Fahreigenschaften sind aber ausgezeichnet - Rangieren macht mit dem Maschinchen einfach Spaß! Die Lok lässt sich über den gesamten Geschwindigkeitsbereich sehr feinfühlig steuern.Vor allem die absolut vorbildgerechte Höchstgeschwindigkeit - oder in diesem Fall hier besser -langsamkeit! spricht für sich; über mehr als umgerechnet 25 bis 30 km/h kam das Vorbild auch nicht hinaus.
Die Zugkraft ist ausreichend, sowohl in der Ebene wie auch bei einer Steigung mit 3 % bewältigt die Lok vorbild-entsprechende Garnituren auch ohne Haftreifen. Selbst weitgehend schlud-rig verlegte Gleise werden sicher befahren - die Konzeption des Vorbilds bewährt sich auch im Modell. Die Stromaufnahme erfolgt von allen zwölf Rädern über die Achslager und die gegeneinander isolierten Drehgestellwangen. Dank diesem sehr betriebssicheren Konzept bereiten kurze stromlose Abschnitte wie etwa bei nicht polarisierten Herzstücken keinerlei Probleme. Ein Gleisradius von 36 cm wird noch sicher befahren; kleiner sollte es aber nicht werden, weil dann entweder die Zapfen aus den Kardanwellen rutschen oder die Drehgestelle dazu keine ausreichende Auslenkung mehr aufweisen.
FazitMit der Shay in der Baugröße H0 ist Bachmann ein hervorragendes Modell dieser auch technikgeschichtlich interessanten Bauart gelungen - einfach schee (fränkisch für: schön) eben!lk
Messwerte Shay von Bachmann
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