www.miba.de
 
 

Mann, ist die lang!

 
  VorgängerÜbersicht der TestberichteNachfolger  
 

* Inhaltsübersicht

* What's new?
Inhalte
* MIBA aktuell
* MIBA Spezial
* Neu im Handel
* Teststrecke
* MIBA Events
Shopping
* Verlagsprogramm
* MIBA-Partner
* MIBA Kleinanzeigen
* Hersteller A-Z
* Händler A-Z
Service
* NEM (Morop)
* Feedback
* Mailing-Liste
* Sitemap
* MIBA Inline
* Downloads
* Links
* Media-Daten
 

Kontinuierliche Modellpflege beschert den Modellbahnern technisch zeitgemäße Modelle. Die BR 52 von Minitrix ist eine Kandidatin, die schon seit langem einer Aufarbeitung harrt. In der Ausführung mit Kondenstender erfuhr sie allerlei Verfeinerungen.

Einige der Kriegslokomotiven der Baureihe 52 erhielten Tender mit einer Kondensationsanlage. Diese kondensierte den Abdampf der Lok und führte das so gewonnene Naß der Lok wieder als Speisewasser zu. Die so ausgestatteten Loks waren in der Lage, weite Strecken - bis zu über 1000 km - ohne Wasserfassen zu durchfahren. Die Abdampfanlage hatte zu Kriegszeiten aber noch den Vorteil, daß die Kondensloks keine nennenswerten Abdampffahnen hinter sich herzogen und somit kaum feindliche Flugzeuge auf sich aufmerksam machten.

Die Leistungsfähigkeit und somit die Größe der Kondensationsanlage erlaubte nur den Einbau in eigens entwickelte große Tender. Um ausreichend Kohlevorrät für lange Strecken bunkern zu können, wurden wegen der Achslastverteilung die ersten Kondens-Tender fünfachsig ausgeführt.

Der erste Blick hinterläßt einen harmonischen Gesamteindruck der langen Güterzuglok. Sowohl der neue Tender wie auch die überarbeitete Lok bilden trotz des etwas großen Lok/Tenderabstands eine Einheit. Lok- wie auch Tendergehäuse bestehen aus Metalldruckguß und geben der Maschine das nötige Eigengewicht für betriebssicheres Fahrvergnügen.

Von der "alten" 52er wurde das Chassis und somit der Antrieb unverändert übernommen. Neu sind die feinen Speichenräder mit winzigen Schwimmhäuten. Auch die neue filigrane Steuerung überzeugt und hinterläßt auch in Hinblick auf die neuen Minitrix-Güterzugdampfer einen angenehmen Eindruck. Selbst die Zylinder erhielten im Bereich der Einströmrohre eine geänderte Abdeckung.

Lokkessel und Führerhaus entstanden komplett neu. Die Nieten am Führerhaus und auf dem Dach sind feiner ausgeführt als die der "52 Wanne" und entsprechen nun in ihren Anordnungen denen der Kondenslok. Kesselarmaturen, Leitungen und Handläufe, die der einer Kondenslok entsprechen, zieren den Kessel. Der Vergleich mit der "52 Wanne" zeigt die Unterschiede deutlich. Der Vergleich mit Vorbildfotos zeigt nicht nur die vielen Details, sondern offenbart, daß kaum eine Maschine der andern glich.

Markantes Merkmal ist die Abdampfleitung, die am Saugzuggebläse an der Rauchkammer beginnt, durch den Abdampfentöler in der Mitte des Umlaufs auf der Heizerseite läuft und sich unter dem Führerhaus den Blicken entzieht. Weitere Pumpen und Leitungen finden sich an beiden Umläufen.

Fast so lang wie die Lok selbst ist der fein ausgeführte Kondenstender. Mit den hervorragend ausgeführten Gravuren der Lüfter, Klappen und Nieten zeigt Trix wieder einmal sein Know-how. Die Beschriftungen des Tenders und auch der Lok sind lupenrein aufgedruckt. Der Tender verfügt über einen NEM-Normschacht mit KK-Kulisse. Die Lok/Tender-Deichsel ist leider nur am Tender mit einer Kulisse geführt. Daher läßt sich der Abstand nicht auf ein wünschenswertes Maß reduzieren. Der Gesamtachsstand ist daher auch zu groß und für einen Maßvergleich irrelevant.

Die Dampflok durchfährt den kleinsten Industrieradius. Würde man sich auf den R2 (R=222 mm) beschränken, könnte die Deichsel um gut 1,5 mm kürzer ausfallen. Platz für eine Kulissenführung (Fleischm.-Piccolo 9574) ist unter dem Führerhaus vorhanden und harrt der Realisierung. Die kleine NEM-Schnittstelle im Tender ermöglicht das rasche Umrüsten auf Digitalbetrieb, zumal das Tendergehäuse mit nur einer Schraube befestigt ist. Die Fahreigenschaften sind im Gleichstrombetrieb moderat, die Vmax zu hoch. Die Verwendung des alten Fahrwerks läßt einen modernen Motor mit Schwungmasse vermissen. Mit dem Selectrix-Decoder liegen die Fahreigenschaften im grünen Bereich.

Mit der 52er kond. tat Trix den nötigen Schritt in Richtung konsequenter Modellpflege. In Anbetracht der vielen möglichen 52er-Varianten hätte ein neuer Fahrwerksrahmen mit richtiger Pufferbohlenhöhe und kurzem Lok/ Tenderabstand drin sein müssen.
gp

Maßtabelle BR 52 kond. von Minitrix

 Vorbild1:160Modell
Länge über Puffer:27 535172,1165,8
Höhe über Schlotoberkante:4 39027,429,3
Puffermaße
Pufferhöhe Lok:1 0506,68,5
Pufferhöhe Tender:1 0506,67,0
Breite Führerhaus:3 08019,320,3
Achsstände
Gesamtachsstand:23 185144,9144,9
Achsstand Lok:9 20057,560,5
Achsstand Tender:9 38558,758,3
Raddurchmesser
Vorlaufräder:8505,35,2
Treib- und Kuppelräder:1 4008,78,4
Tenderräder:9405,85,7
Radsatzmaße entsprechend NEMNEM
Radsatzinnenmaß:- 7,4+0,17,5
Spurkranzhöhe:-0,9max0,95
Radbreite:-2,2min2,3
Alle Maße in mm

Meßwerte

Gewicht Lok:88 g
Gewicht Tender44 g
Haftreifen:4
Meßergebnisse Zugkraft (2. Wert mit Selectrix-Decoder)
Ebene:13/22 g
3% Steigung:10/15 g
Geschwindigkeiten (Lokleerfahrt)
Vmax: 275 km/h bei 12 V
VVorbild:80 km/h bei 5,2 V
Vmin:ca. 21 km/h bei 2,9 V
Schwungscheibe:-
NEM-S-Schnittstelle für Decoder:Selectrix: 66830
Folgende Decoder lassen sich mangels Schnittstellenstecker nur einlöten: DCC: Arnold 81210, Digitrax DZ 120, Lenz LE 030 und 040, Zimo MX 62 (ab Herbst 98), FMZ: 6842

 

[Zum Seitenanfang]  
Impressum
© 1997-2012 by MIBA Miniaturbahnen
Konzept und Umsetzung
von IWI GmbH
webmaster@MIBA.de