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Zur Messe 1996 kündigte neben Brawa auch Piko ein Epoche-4-Modell der E 42 an. Statt einer Doppelentwicklungerschien nun
eine E 11 in der Ursprungsausführung der Epoche 3.
Das Piko-Modell entspricht in fast allen Details der Ausführung im Ablieferungszustand der E 11 005. Auf Anhieb bestechend
ist der überzeugende Gesamteindruck. Bei genauerer Betrachtung unter Hinzuziehung des alten Piko-Modells stellt man fest,
daß das Gehäuse aus dem Jahre 1969 verwendet wurde; allerdings in vielen wichtigen Details überarbeitet. Dies spricht für
das seinerzeit bereits hohe Niveau von Vorbildtreue und Detaillierung. Gelungen ist auch das Finish dieses Modells.
Ein bißchen enttäuschend: Statt der vor 28 Jahren in bezug auf die Hauptabmessungen bereits absolut maßstäblichen
Nachbildungen des Stromabnehmer-Typs RBS 58 mit einer vorbildlichen Befestigung, die den freien Durchblick auf das
Dach ermöglichte, wurden Sommerfeldt-Stromabnehmer mit rotem Befestigungssteg und zentraler Schraube verwendet. Er
fällt als Ganzes deutlich zu groß aus, was sich nicht gerade positiv auf den Gesamteindruck dieses Ellokmodells auswirkt.
Absolut vorbildgerecht für den dargestellten Zeitraum ist dagegen der große Schleifstückabstand des Doppelschleifstückes.
Nach dem Abheben des aufgerasteten Gehäuses kommt die Technik zum Vorschein: ein solider Zinkdruckgußrahmen, der den längs
angeordneten dreipoligen Mabuchi-Motor aufnimmt, von dem das Drehmoment über Silikonschläuche auf das Schneckengetriebe
jedes Drehgestells übertragen wird. Sehr kultiviert zeigen sich die Laufeigenschaften. Nach dem Aufdrehen des Fahrreglers
ist nur ein leichtes Summen zu vernehmen, das bei höherer Geschwindigkeit zeitweise von einem leichten Schnarren überlagert
wird. Dieses Geräusch verschwindet nach längerer Betriebszeit jedoch. Die Schwungscheibe sorgt für einen passablen Auslauf
nach Abschalten der Fahrspannung. Haftreifen auf allen Rädern der jeweils äußeren Treibachsen sorgen für eine angemessene
Zugkraft. Die gemessenen Werte sind für die für dieses Modell typischen Zuggarnituren völlig ausreichend.
Bernd Zöllner
| Maßtabelle E 11 von Piko |
| | Vorbild | 1:87 | Modell | |
| Längenmaße |
| Länge über Puffer | 16 260 | 186,9 | 188,4 |
| Länge über Kasten | 15 020 | 172,2 | 174,3 |
| Höhenmaße über Schienenoberkante |
| Dachoberkante (OK Dachhauben) | 3 872 | 44,5 | 47,5 |
| Dachoberkante (Stromabnehmer gesenkt) | 4 540 | 52,2 | 54,5 |
| Pufferhöhe | 1 050 | 12,1 | 11,5 |
| Breitenmaße |
| Puffermittenabstand | 1 750 | 20,1 | 20,1 |
| Breite Lokkasten | 2 904 | 33,4 | 35,2 |
| Breit über Griffstangen | 3 050 | 35,1 | 37,4 |
| Radstände |
| Gesamtachsstand | 11 300 | 129,9 | 129,8 |
| Drehgestell-Achsstand | 3 500 | 40,2 | 40,2 |
| Drehzapfenabstand | 9 600 | 60,0 | 60,0 |
| Raddurchmesser | 1 350 | 15,5 | 15,4 |
| Radsatzmaße entsprechend NEM |
| Spurkranzhöhe | | max 1,2 | 1,2 | | |
| Spurkranzbreite | | 0,7-0,9 | 0,8 | | |
| Radsatzinnenmaß | | 14,3 +/-0,1 | 14,3 | |
| Radbreite | | min 2,8 | 3,0 | |
| Alle Maße in mm |
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| Meßwerte E 11 von Piko |
| Gewicht Lok: | 449 g |
| Anzahl der Haftreifen: | 4 |
| Angetriebene Achsen | 3 |
| Meßergebnisse Zugkraft: |
| Ebene: | 109 g |
| 3% Steigung: | 87 g |
| Geschwindigkeiten (Lokleerfahrt) |
| Vmax: | 179 km/h bei 12 V |
| VVorbild: | 120 km/h bei 8,5 V |
| Vmin: | ca. 17 km/h bei 2,5 V |
| Auslauf aus: |
| Vmax: | 220 mm |
| VVorbild: | 176 mm |
| Lichtaustritt |
| ab: | ca. 20 km/h |
| bei: | 3 V |
| 1 Schwungmasse |
| Durchmesser: | 20,7 mm |
| Stärke: | 6,1 mm |
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