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"Cargolok" ist bekanntlich eine kleine Rangierlok der Firma "allrad Rangiertechnik" (wäre auch ein interessantes Modell); die hier vorgestellte Cargo-Lok der Baureihe 152 ist eher das Gegenteil - eine der leistungsfähigsten DBAG-Loks. Als erstes von drei angekündigten ist das Modell von Arnold erschienen. Wie zu erwarten war, basiert das Modell - genau wie das Vorbild - auf dem bekannten Eurosprinter.
Optik
Viel zu "detaillieren" gibt es bei den modernen Loks nicht mehr. Um so wichtiger ist es, die glattflächige Form zu treffen. Dies ist Arnold mit geringen Einschränkungen gut gelungen. So wirken die Flächen an den Drehgestellen glatter und die Drehgestell-Details scharfkantiger als die wenigen Einzelheiten am Gehäuse - möglicherweise durch einen etwas dicken Lackauftrag. Die Stromabnehmer kommen dem Vorbild (SSS87) nahe. Von einer echten Dachausrüstung, wie bisher bei Elloks üblich, kann gerade bei der 152 keine Rede mehr sein.
Die Leitungen an den Drehgestellen wirken in der Seitenansicht sehr zierlich. Dennoch sind die feinen Teile bruchunempfindlich. Die Tritte unter den Führerstandstüren und an den Lokecken fehlen vollständig. Die Bahnräumer unter den Pufferbohlen sind beim Modell wegen der Kupplung zwangsläufig durchbrochen nachgebildet. Für Vitrinenmodelle oder solche, die immer nur in einer Richtung fahren, liegen einsteckbare Originalkupplungsimitationen bei. Die Lücke im Bahnräumer bleibt aber sichtbar. Schön sind die Räder mit aufgedruckten "Scheibenbremsen" ausgefallen.
Der Farbton könnte im direkten Vergleich mit dem Original-Verkehrsrot vielleicht noch minimal kräftiger sein. Korrekt sind für dieses Farbkonzept die grauen Lüfter/Langträger und die schwarzen Drehgestelle. Die Bedruckung umfaßt neben dem großen DB-Cargo-Schriftzug auch die exakten kleinen Anschriften. Sie könnte insgesamt etwas kräftiger, deckender sein. Untersuchungsdaten und Gewichte fehlen leider, weil man sich offenbar zu exakt am noch nicht zugelassenen Vorbild orientierte. Bei nächster Gelegenheit sollten diese Angaben unbedingt ergänzt werden, auch wenn das exakte Datum zur Zeit noch gar nicht feststeht.
Das Spitzensignal leuchtet etwa ab Vorbild-Höchstgeschwindigkeit mit entsprechender Helligkeit.
Technik
Vorbild und Modell der 152 basieren auf dem bekannten Eurosprinter. Die Drehgestelle mit Kunststoffzahnrädern werden von einem mit zwei großen Schwungmassen versehenen Motor angetrieben. Solide wirkende Klipsverbindungen halten alles beisammen.
Die Meßergebnisse zeigen gewisse Unterschiede zu dem getesteten Modell des gleich aufgebauten Eurosprinters, die durch Fertigungstoleranzen bedingt sein dürften. Für eine Güterzuglok ist dieses Modell zu schnell, auch unter Berücksichtigung der NEM-Toleranzen. Bei Schleichfahrt mit 10-15 km/h erwartete ich manchmal ein Stehenbleiben der Lok, aber auch bei diesen Geschwindigkeiten hat der Motor noch genug Drehmoment, um die Lok sicher bewegen zu können. Alles in allem zeigt die Lok ein geschmeidiges Fahren mit weichem Anfahren und Bremsen bei mäßigem Fahrgeräusch. Bei voll "aufgerissenem" Regler (ca. 16 V) rollt die Lok aus etwa 400 km/h noch fast 70 cm weit aus. Das Vorbild wurde für schwere Züge geschaffen. Hier sind beim Modell keine Wunder zu erwarten; die 152 zieht nicht mehr als die 127. Die Kupplungen sind mit etwas Seitenspiel an den Drehgestellen befestigt. Da keine Rückstellung vorgesehen ist, kuppelt die Lok nicht immer sicher ein.
Wartung
In der an sich gut schützenden Verpackung wird die Lok an den Stirnseiten etwas gedrückt, was auf Dauer Spuren hinterlassen kann. Die Anleitung zeigt alle Ersatzteile sowie ausführlich bebildert die Demontage und die Wartungsarbeiten. Auch die relativ einfache Demontage der Lok entspricht dem Eurosprinter. Lediglich bei der Demontage der Drehgestelle ist zusätzlich darauf zu achten, die Kupplung auszuhängen, da das Drehgestell durch den geschlossenen Bahnräumer sonst nicht abgenommen werden kann.
Fazit
Ob die Dreifachentwicklung der 152-Modelle nötig war, darüber kann man zumindest geteilter Meinung sein. Arnold geht jedenfalls gut gerüstet in den Marktkampf um die 152, wobei das Modell vermutlich mit recht wenig Aufwand aus der 127 entwickelt werden konnte. Man darf gespannt sein, wie die Konkurrenz-Modelle ausfallen.
Ulf Mahrt
Modelltechnik
| Motor: | 3poliger Rundmotor (mit zwei großen Schwungmassen) |
| Antrieb: | über Kardanwellen auf alle vier Achsen beider Drehgestelle (zwei Haftreifen) |
| Stromabnahme: | über acht Räder, davon zwei mit Haftreifen (bzw. Stromabnahme auch von der Oberleitung) |
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Maßtabelle
| | Vorbild | 1:160 | Modell |
| Länge über Puffer | 19 580 | 122,4 | 122,0 |
| Achsstand Drehgestell | 3 000 | 18,8 | 18,4 |
| Drehzapfenabstand | 9 900 | 61,9 | 61,9 |
| Raddurchmesser | 1 250 | 7,8 | 7,5 |
| Pufferhöhe | 1 025 | 6,4 | 6,2 |
| Breite Gehäuse | 3 000 | 18,8 | 18,9 |
| Radsatzmaße (nach NEM) | (EBO) | NEM 310 | Modell |
| Radsatzinnenmaß | 1 360 | min 7,4 | 7,7 |
| Spurkranzhöhe | 25-36 | max 0,9 | 0,94 |
| Radbreite | 130-150 | min 2,2 | 2,0 |
| Alle Maße in Millimeter |
Meßwerte
| Gewicht Lok: | 99 g |
| Meßergebnisse Zugkraft: |
| Ebene: | 26 g |
| 3% Steigung: | 22 g |
| Geschwindigkeiten (Lokleerfahrt) |
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| Vmax: | 280 km/h bei 12 V |
| VVorbild: | 140 km/h bei 7,3 V |
| Vmin: | ca 11 km/h bei 2,6 V |
| Auslauf aus: |
| Vmax: | 380 mm |
| VVorbild: | 100 mm |
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