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VT 18.16 |
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Berlin bietet viele Originale. Eines davon ist sicherlich der ebendort beheimatete Museums-Schnelltriebwagen VT 18.16. Kato hat nun im Auftrag von Noch das Fahrzeug originalgetreu in H0 realisiert. Martin Knaden und Bernd Zöllner haben das Modell auf Herz und Nieren getestet. Triebwagen - so hört der aufmerksame Branchenkenner immer wieder - verkaufen sich schlecht. Alles Quatsch! In der Epoche-IV-Version ist der 175 in Gleichstrom bereits durch die Vorbestellungen werkseitig ausverkauft, noch bevor er ausgeliefert wurde. Freilich muß die Qualität stimmen. Und - soviel sei jetzt schon verraten - sie stimmt beim 175 ebenso wie bei der von uns getesteten Museumsversion VT 18.16 der Epoche V.
Optik Berliner sind für ihre Schnauze ja bekannt. Dies gilt auch für den stets in Berlin-Karlshorst beheimateten Triebwagen VT 18.16. Die Schnauze wird sogar noch bekannter werden, denn Kato hat die charakteristische Kopfform hundertprozentig getroffen. Besonders geschickt wurden die Formtrennlinien an die Kanten der Frontpassage angelehnt. Die verbliebenen Trennstellen sind dabei so glatt ausgefallen, daß sie in keiner Weise mehr auffallen.Um so deutlicher heben sich dafür die Gravuren der Details hervor. Auf dem Dach sind die Lüfterräder unter den Gitterabdeckungen plastisch zu sehen, die Kuckuckslüfter zeigen feine Rillen und die Klappen ebensolche Verschraubungen.
Die Fenstereinsätze liegen sehr paßgenau in den Gehäuseöffnungen. Die silbernen Profile sind deckend lackiert, an den Türen finden sich dagegen schwarze Gummiprofil-Imitationen. Die Lackierung ist seidenmatt und zeigt saubere Trennkanten zwischen den Farben. Die hellgrau lackierten Dächer sind bis auf die Bereiche über den Führerständen ohnehin separate Teile. Die Bedruckung ist größenrichtig, vollständig und farbentreu. Dies gilt auch für den von zwei weißen Linien eingerahmten blauen Zierstreifen.
Technik Geliefert wird der VT 18.16 in einer vierteiligen Grundpackung, die der Minimalzusammenstellung des Originals entspricht. Dazu bietet Noch eine Ergänzungspackung von zwei weiteren Zwischenwagen mit den Bezeichnungen VMe 18.16.05 und 06 an. Dem Modell liegen in Überzahl Scheibenwischer, Griffstangen und Dachlüfter als Zurüstteile bei, die dank ihrer Paßgenauigkeit schnell montiert sind. Die Betriebsanleitung erläutert die Reihung der Wagen, die VMe wurden jeweils nach Bedarf eingereiht.Besonders innovativ ist die Kupplung, die im Faltenbalg Kurzkupplungsmechanik und vierpolige Stromübertragung vereint. Die vierpolige Stromübertragung ermöglicht es, den Fahrstrom nur vom jeweils vorderen Triebkopf aus abzunehmen. Dazu müssen kleine Brückenstecker auf der Stromverteilerplatine umgesteckt werden. In der Anleitung ist ausführlich beschrieben, welche Kombination für Gleich-und Wechselstrom, Analog- und Digital-Betrieb zuständig ist.
Im Küchenabteil ist neben der Stromverteilerplatine genügend Raum, um einen Decoder von außen unsichtbar unterzubringen. Der übrige Speisewagen ist lediglich bis zur Unterkante der Fenster mit Antriebstechnik gefüllt, so daß hier ein freier Fensterdurchblick gewahrt wurde. In der Bodenwanne lagert der Motor zwischen stabilen Eisenblechen und einer Kunststoffhalterung. Er gibt seine Kraft über Kardanwellen auf beide Drehgestelle ab. Durch das gut abgestimmte Getriebe und die ausreichende Anzahl von Haftreifen genügt die Zugkraft zum Betrieb einer sechsteiligen Garnitur auch auf Steigungen voll und ganz. Unter Vollast ist allerdings das Motorgeräusch durch die Resonanz des Gehäuses deutlich wahrnehmbar - für einen Dieseltriebwagen nicht unbedingt vorbildwidrig. Wer es aber noch realistischer haben möchte, kann mit einer beiliegenden Karte einen LokSound-Decoder einschließlich Lautsprecher und passendem Resonanzkörper bestellen. Im Decoder ist das Original-Motorgeräusch des VT 18.16 bereits einprogrammiert - hören (400 KByte WAV-Datei) Sie selbst! Die Stirnbeleuchtung wechselt mit der Fahrtrichtung von (Leuchtdioden-) Gelb auf Rot. Eine Innenbeleuchtung kann mit der Kato-Standardbeleuchtung nachgerüstet werden. Die Stromabnahme geschieht dabei schleiferlos über die Lagerschalen der Halbachsen von sämtlichen Radauflagepunkten aus und ist somit völlig flackerfrei.
Fazit: Der Allgäuer Modellhersteller Noch hat mit seiner Vorbildwahl ein glückliches Händchen gehabt, wie der Verkaufserfolg der 175-Version beweist. Die Konstrukteure bei Kato trugen das ihre dazu bei, dem Modell eine heutigem Standard entsprechende Qualität zu geben.
Maßtabelle VT 18.16 von Kato/Noch in H0
Meßwerte VT 18.16
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